- 126 — soll an seiner statt Hr. Vetter Oberförster wegen seiner kindlichen Kleinigkeit gratuliren; er werde dem David dafür ein Christkindl schicken. — Wir haben kalten, schönen Winter und gute Schlittbahn. Hr. Prof. Schafhäutl lasst alle grüssen. — Wie geht es Hr. Wolfinger in Balzers und dessen Bruder? Ist er noch krank? Ist Peters Urlaub noch nicht eingetroffen? Sind Sie, Theuerste, beste Eltern ! immer gesund? wir sind es, Gott sei Dank, immerfort. — Was macht der Toni und die Seffa? Mali und Lisi müssen mir bald schreiben. — Was macht die liebe Mutter? man schreibt mir gar so wenig von ihr. — Bei Lachner bin ich oft. (Hier schicke ich, weil ich es gerade bei der Hand habe, dessen vortreffliches Portrait, einem hiesigen Blatte entnommen). Nun weiss ich nichts mehr. — Sie, Beste Eltern ! herzlich grüssend, verbleibe ich Ihr dankschuldiger Sohn München, 4. 12. 55. Jos. Rheinberger. Theuerster Vater ! Gibt es ein Fest der Dankbarkeit eines Sohnes gegen seine Eltern, so muss es gewiss der Jahreswechsel sein, welcher ihm die Wohltaten der elterlichen Liebe aufs Lebendigste ins Gedächtnis ruft. Das ist auch, Theuerste, beste Eltern ! bei mir der Fall, bei mir, welcher so viele Wohlthaten von Ihrer Seite genoss, dass ich nie im Stande sein werde, Ihnen genügend zu danken. Da ich aber weiss, dass Fleiss und Tugend für Sie die schönste Dankeserweisung sein wird, so will auch ich mich bestreben, Ihnen meine unbegrenzte Dankbarkeit durch Er- füllung jener Pflichten zu bekräftigen — wozu mir Gott seinen Segen nicht versagen wird, weil wir ihn ja täglich darum bitten. — Zum neuen Jahre wünsche ich Ihnen, Beste Eltern ! das, was ein dankerfülltes Herz nur allein fühlen kann, — nämlich: Gesundheit, Zufriedenheit und ein langes Leben, um zum Wohle der Ihrigen recht viel wirken zu können, was Gott geben möge ! — Ich bin Gottlob ! immer gesund und wohl, wie Peter. Dass ich Ihren letzten Brief und Geld (vom 2ten Dez.) erst am 7ten erhalten
        

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