— 125 — Von den Trauben habe ich einige Hr. Schafhäutl präsentirt. — Meine Garderobe ist zwar noch gut; allein da ich doch hie und da in ein angesehenes Haus komme, so brauche ich freilich wieder eine neue Auflage (vermehrt und verbessert). Hr. Prof. Maier wird auf Ostern heiraten. Seine Braut ist aus Karlsruhe. Der erste Akt meiner grossen Oper ist bei Lachner. Die kleine Oper ist auch bei- nahe fertig. — Der Herbst ist hier schön, obschon wir schon einmal Schnee hatten. — Wie geht es Ihnen, Theuerste Eltern ! so Gott will, hoffe ich, gut ! Was macht die liebe Mutter? Haben Mali und Lisi meine Briefe er- halten? Dem Toni muss ich auch einmal schreiben. (Der Peter erhielt gerade einen Brief vom Feldweibel vom Schloss). — Nun lebet wohl, Theuerste Eltern ! Euer dankbarer Sohn Jos. Rheinberger. München, 13ten 11/55. Theuerste Eltern ! Da ich auf heute einen Brief von Ihnen erwartete, (was jedoch vergebens war) so schreibe ich erst jetzt. — Meine Petition wegen Kleider scheint, nach Davids Brief an Peter, nicht durchgegangen zu sein. — Hr. Prof. Maier schrieb mir gestern folgenden (beiliegenden) Brief; meine Zeugnisse sollen (laut Privatbericht) dort sehr gefallen haben, auch sei mein Name dort nicht unbekannt (?), wie, wussten Maier und ich nicht. — Ich freue mich auf die Preisaufgaben ! wenn sie nur bald gestellt würden ! — Meine Motette ist im Museum vom Oratorienverein aufgeführt worden, wie Sie, Bester Vater ! aus den beiliegenden Programmen ersehen können. (Mein Name wurde nicht recht gedruckt). Sie erhielt am meisten Beifall; schon in der Probe wurde ich gerufen. — Peter ist sehr fleissig; er lasst bitten, ihm seine Gage auf Neujahr zu schicken, da er viele ausserordentliche Ausgaben habe; der David
        

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