— 121 — mich am meisten. Auch Hr. Herzog war anwesend. — Ich danke Gott, dass alles so gut gegangen. — Gestern erhielt ich einen Brief von Hr. Pfarrer Wolfinger: er schreibt: zwei Balzner Studenten Nigg seien bei ihm gewesen. — Er selbst ist gesund und freut sich auf Peters Ankunft. Peter soll vorerst nur bei Perstenfelds seine Wohnung nehmen. Das Zimmer wird schon renovirt — und gefallt es ihm nicht da, so können wir dann noch immer ausziehn. — Peters Brief hat mich wirklich aufs Angenehmste überrascht und ich freue mich ungeheuer auf seine Ankunft. — Hr. Prof. Maier ist noch in Karlsruhe und war leider an einer Lungenentzündung krank; jetzt soll er besser sein. Ich konnte seine Adresse nicht bekommen, sonst hätte ich ihm geschrieben. — Herrn Salis meine Empfehlungen und es sei schade, dass er gestern nicht anwesend gewesen. — Und nun, Theuerste Eltern ! leben Sie wohl, grüssen Sie mir die lieben Geschwister, ich verbleibe Ihr dankschul- diger Sohn Jos. Rheinberger. München, 16. 9. 55. • Theuerste Eltern ! Obschon ich auf meinen letzten Brief noch keine Antwort erhielt, — so hoffe ich doch, dass Sie sich wohl und gesund befinden. —• Hiemit schliesse ich 2 Kritiken über meine Symphonie bei — aus der «Neuen Münchner Zeitung» und den «Neuesten Nachrichten» — welche beide sich noch in dem hiesigen «Theaterjournal» und «Münch- nerboten» befinden. Hr. Kuli, (dessen Tochter in jenem Konzerte spielte) machte mir das Ansinnen, mit ihm nach Augsburg zu gehen, (wo er Konzert gibt) um dann auch dort meine Symphonia aufzufüh- ren — soll ich — oder soll ich nicht? Da Prof. Maier noch nicht hier ist, fragte ich Prof. Schafhäutl. Er sagte, wenn am Konzertzettel ge- schrieben wäre: aus Gefälligkeit wird Rheinberger seine Symphonia aufführen — dann solle ich gehen; jedenfalls müsse der Zettel so lauten, dass man nicht meine, ich sei reisender Virtuos; indem das meinem Ansehen schaden würde. Die Kosten wären, einige notwen-
        

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