— 119 — mals herzlich grüssen, sowie die Übrigen. Ihnen verehrtester Vater ! danke ich vielmals für das überschickte Geld und bitte Gott, Ihnen stets Gesundheit und Zufriedenheit zu erhalten ! Nochmals allen mei- nen Gruss ! Jos. Rheinberger. München, 7. 8. 55. •k Verehrteste Eltern ! Sie werden mein letztes Schreiben wohl erhalten haben. Ich be- finde mich immer wohl und gesund, was ich auch hoffe, von Ihnen zu hören. — Die Herren Schafhäutl, Maier, Leonhardt sind nicht hier gegen- wärtig, umso einförmiger ist natürlich meine Lebensweise. Immer gebe ich meine Stunden, studire die englische Sprache und schreibe hauptsächlich an meinen zwei Opern. Die eine nämlich ist sehr klein und komisch, deswegen ich auch bald fertig sein werde33), die andere ist die grosse Oper: Lucius Aula. — Gegenwärtig spiele ich beständig auf der St. Michaelskirch.-Orgel General Salis-Soglio ist gegenwärtig in der Schweiz (Chur?). Letzt- hin machte ich Bekanntschaft mit einem Schweizer Kuli aus Lenz- burg (Aargau), dessen Töchterchen hier Violoncello lernt. Salis hatte ihm von mir gesagt. In 14 Tagen wird nun meine Symphonia aufgeführt, wenn nicht wieder etwas dazwischen kommt. — Täglich erwarte ich Antwort aus Leipzig wegen dem Drucke zweier meiner Werke. — Das Wetter ist gegenwärtig sehr schön und furchtbar heiss, wes- wegen ich beinahe täglich zum Baden gehe. Was macht der Peter ? « « « Toni ? « « « David ? Und die liebe Mutter ? Jetzt ist es gerade ein Jahr vorbei, dass wir unsere Sesselgrandama-Reise machten; da denke ich oft daran. Wie ich höre, sollen die Wein-Aussichten im Rheintale wieder ungünstig sein ?
        

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