— 110 — Nun weiss ich nichts mehr. Hier folgen meine Ausgaben in diesem Monate: Für Handschuhe — 48 « ein Taschenmesser — 36 « Kerzen — 12 « 's Haarschneiden — 6 « Federn — 6 « Haaröl — 9 « einen Stempel (für Toni) — 18 Summa 3 15 
Für den Briefträger « ein Musikstück Dem Buchbinder (Oper) Offer- torien Für Bleistifte Notenpapier Übertrag Summa rum 
3 12 42 24 9 6 15 51 Was machen die lieben Geschwister und Mutter? Sind sie alle ge- sund ? — Der Toni soll mir bald schreiben, oder wer will ! In der Hoffnung, dass alle, vorzüglich aber Sie, Beste Eltern ! sich gesund u. wohl befinden, verbleibe ich Ihr dankschuldigster Sohn Jos. Rheinberger Correpetitor d. Orat. V. Wenn nur das Brief- München, 29. 1. 55. papier grösser gewe- sen wäre ! Verehrteste Eltern ! Um dem Wunsche des Hr. Amtsschreibers Kessler zu genügen, überschicke ich hiemit die verlangte Musik; es that mir leid, nicht eher ihm dienen zu können, ich bitte, mich ihm höflichst zu empfeh- len. Ich freue mich recht auf Briefe von Ihnen, Theuerster Vater ! von Anton und den Schwestern. Ich erfreue mich beständig der besten Gesundheit, wofür man Gott nicht genug danken kann. Die Cholera macht wieder einige Fortschritte, jedoch ohne Todesfälle. Der Mutter lass ich sagen, es freue sich auf seinen löten Namenstag ihr dank- barster Sohn München, 6. 3. 55. Jos. Rheinberger.
        

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