- 32 — gäben, so soll mehrgenannter von Brandis unseren Vogt und zwei des Rates der Stadt Feldkirch mitsamt etlichen von beiden Landschaften mit gleichem Zusatz, die zu solchen Sachen geschickt und tauglich sind, zu sich berufen und alsdann mit denselben ratschlagen und handeln, was das Beste und Nützeste für uns unsere Erben und Nachkommen, Land und Leute sei. Und ob wir unsere Erben und Nachkommen wenig oder viel Volk in das Schloss Vaduz legen würden, dass es dann immer zu unserem Gefallen stehe, so soll doch solches dermassen geschehen, wie es bei der Öffnung im Land zu Schwaben bei anderen Grafen und Herren der Gebrauch ist: Wir, auch unsere Erben und Nachkommen tragen und geben die Kosten nach Anzahl der Personen, wie es sich gebührt. Ebenso haben genannter von Brandis und seine Erben in unseren Schlössern, Städten und Landen daselbst auch ewige Öffnung. Doch soll solche Handlung uns und unseren vorgedachten Erben und Nach- kommen, auch andernteils vorgedachten von Brandis und seinen Erben an unseren und ihren Freiheiten und Gerechtigkeiten ohne Schaden sein. Wie sich dann der jetztgenannte von Brandis für sich und seine Erben in gleicher Weise gegen uns verschrieben hat, und von solcher Öffnung und aus besonderen Gnaden haben wir vorgenannten Ludwig von Brandis sein Leben lang und dann nach seinem Abgang seinen Erben jährlich und immer im besonderen jedes Jahr auf unser lieben Frauen Tag Lichtmess 200 Gulden oder soviel Münz dafür, als der Gulden jezuzeiten gilt, aus unserer tirolischen Kammer zu Innsbruck zu geben hiemit zugesagt, die auch ihm und nach seinem Abgang seinen Erben hinfürderhin durch einen jeden unserer tirolischen Kam- mermeister, wer es da jezuzeiten ist oder sein wird, oberwähnter- massen gegeben und gereicht wird, und soll auf inskünftig Licht- messen die erste Bezahlung angefangen werden. Alles treulich und ohne Gefährde, mit Urkund dieses Briefs. Gegeben zu Innsbruck am andern Tag Mai nach Christi Geburt tausendfünfhundert und im fünften, unserer Reiche des römischen im zwanzigsten, des ungarischen im sechzehnten Jahre».
        

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