— 162 —, . 94.' Feldkirch, 1385 Januar. 28.- Götf'rid von Ems1, Bürger von Feldkirch stiftet für sich und «fro Margarethen von Rychen'stain2 .miner elicher hüsfröwen» sowie für seinen Sohn « G y 1 i e n 
» selig von Ems eine Jahrzeit und vergabt dafür dem Leutpriester von Feldkirch 31 Schilling von seinein Garten in F e l dkir ch . Abschrift im Stadtarchiv Feldkirch, im sog. ältesten' Jahrzeit- und Spendbuch St. Nikolaus Feldkirch, Hds. n. 78, fol. 28 b. - Die 'Handschrift be- steht aus 72 Papierblättern 28,5 cm lang x 20, mit durchwegs etwa 3,5 cm breitem, freiem äusserem und etwa 2 cm breitem, freiem inneren Rand, vor- liniert mit Holzdeckel in neuem Ledereinband. Sie enthält, kein Kalendarium, sondern Abschriften von Jahrzeitstiftungs- urkunden mit mehreren gesonderten Zinsverzeichnissen. Die Urkunden' sind aus den Jahren 1313 — 1414. Auf der ersten Seite oben folgender Eintrag: «In nomine Domini amen. Anno ab incarnatione Domini Moccemo LXXXXmo in die sancte Margarethe virginis Conscripta et Renouata sunt hec infrascripta per fridericum sattler Incuratum in .Veltkirch Ecclesie Curiensis canonicum». womit der Verfasser, Pfarrer Sattler und die Entstehungszeit 1390 klargestellt sind. Nach der Schrift und einem Eintrag auf der letzten Seite, die seinen Amtsantritt .im Jahre 1378 betrifft, hat Pfarrer Sattler das Buch bis zum Jahre 1414 mit den Kopien der anfallenden Urkunden gefüllt; die Zinsverzeichnisse hat er — gegliedert nach Weizen, Wein und Geld — nach der Vorbemerkung auf fol. 42 a, die mit obigem Einträg identisch ist, im Jahre 1390 angelegt. Abschrift im Stadtarchiv Feldkirch, im späteren Jahrzeit- und Spend- büch St. Nikolaus Feldkirch; Hds. n. 736, fol. 85 b. — Am Kopf der Abschrift: «Item vmb 31 ßd geltes ab Götfritz garten vnd Inuang vor dem Tor ze sinem Jarzit».1— Diese Handschrift hät 117 beschriebene und paginierte, dazu 10 das Register enthaltende und 39 leere Papierblätter, 30,5 cm lang x 21, mit 4,5 cm breitem leerem Rand unter dickem Holzdeckel; die zwei Lederbänder für zwei am.obern Deckel befestigte Messingschliessen abgerissen. Aufschrift: «Abge- schrifften der Spend . . 
» (Ende 15. Jahrh.); darüber: «Spend 
bet.» und «Der • Spend brief zu 
Veldkirch» (16. Jahrh.). Das Buch enthält Abschriften von Jahrzeitstiftungsurkunden und zwar auch von der Hds. n. 78 und reicht mit der jüngsten Urkunde bis 1515. Ein in der gleichen Schrift des späten 15. Jahrh. gleichzeitig angelegtes Register enthält die letzten Urkunden von 1511. und 1515 nicht mehr; die letzte registrierte Urkunde ist von 1490. Auf diesem Datum beruht die derzeitige, auf Zösmair (1885) zurückgehende zeitliche Be- stimmung der Handschrift; sie könnte, wie man sieht, noch einige Jahre jünger sein. ' .
        

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