1. Teil Brandis und Sulz Im Schwabenkrieg Im Jahre 1499 entbrennt an den Grenzen der Eidgenossenschaft ein Krieg, der in der Schweizer Geschichte den Namen «Schwaben- krieg» und in der deutschen «Schweizerkrieg» trägt. Vom Engadin über das Oberrheintal, von den Toren Schaffhausens bis Dornach, überall an den Grenzen flackert er auf, und überall bringt er den Eidgenossen Erfolge gegen den Schwäbischen Bund, in dem die Ritter- schaft (sie hatte den St. Georgenschild-Bund gegründet) und die Städte vereint sind. Die Frucht der Siege für die Eidgenossenschaft ist, dass sie prak- tisch vom Reiche gelöst wird und bleibt. Auf eine ganz eigenartige Gleichartigkeit im Verlaufe des Krieges soll hier hingewiesen werden, die für unsere Geschichte besonderes Interesse hat: In der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg, aber auch in Maienfeld und in der Herrschaft Blumenegg im Walgau waren die Freiherren von Brandis die Landesherren, ein Geschlecht, das aus dem Berngebiet stammte und in der Stadt Bern Burgerrecht hatte, aber doch ein Geschlecht, das in seinen Besitzungen in unserer Gegend stets zum Reiche und zu Österreich hielt wegen seiner Reichunmittel- barkeit. Die Herren von Brandis waren auch Mitglieder des schwä- bischen Ritterbundes zum St. Georgenschild, und besonders unser Landesherr Ludwig von Brandis war ein treuer Anhänger des Kaisers. In der Landgrafschaft Klettgau, vor den Toren der Stadt Schaff- hausen gc'egen, war Rudolf von Sulz der Landesherr, und sein Vater hatte die Schwester Ludwigs von Brandis, Verena, sur Frau gehabt. Er hatte sich in das Burgrecht von Zürich begeben und es «auf
        

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