— 241 — massig, jeweils Photokopien und Photos wichtiger Urkunden für unser Vereinsarchiv herstellen zu lassen. Es sei darauf verwiesen, dass unser Urkundenbuch im ersten Teil nur die Urkunden bis zum Tode des Bischofs Hartmann von Werdenberg-Sargans-Vaduz im Jahre 1416 um- fassen wird. Die Arbeit am Urkundenbuch, die unser Verein im Auf- trage der Regierung und des Landtages besorgt, wird deshalb noch Jahrzehnte beanspruchen. Auf Anregung von Dr. Georg Malin hat der Vereinsvorstand grund- sätzlich die Anlage einer Siegelsammlung beschlossen. Auch im Berichtsjahre wurde, vor allem durch unser Mitglied Otto Seger, der Kontakt mit ausländischen Archiven fortgesetzt. Das schönste Ergebnis war der Fund zweier Originalexemplare des Schellenberger Kaufvertrages von 1699 im Haus-, Hof- und Staats- archive in Wien. Durch Entgegenkommen des Bundekanzleramtes wurde es unserer Regierung möglich, eines der Exemplare im Tausch- wege zu erwerben. In diesem Archive fanden sich weitere wichtige Urkunden und Akten, so der Kaufvertrag zwischen Johannes von Brandis und Rudolf zu Sulz aus dem Jahre 1510 und ein sehr lehr- reiches Dokument, eine Einkommensschätzung mit Urbar aus dem Jahre 1608. Im Landesregierungsarchiv in Innsbruck wurde Einsicht in Urkun- den aus dem 16. Jahrhundert genommen, und im Stadtarchiv Bregenz die entscheidende Stellungnahme der Vorarlberger Landstände zu den Kaufabsichten des Hauses Österreich aus dem Jahre 1609 verwertet. Die wesentlichen dieser Urkunden wurden photokopiert. Vom Bayerischen Hauptstaatsarchive erhielten wir Mikrofilme der Kommissionsakten Ruperts von Kempten, die reiches Material bieten. Herr Archivrat Dr. Hipper hat ein Neuverzeichnis dieser Administra- tionsakten mit Register angelegt, das unserem Lande von der General- direktion des Archives in einer Durchschrift zur Verfügung gestellt wurde. Die für das abgelaufene Jahr vorgesehenen Aufnahmen der Dia- lekte aller Gemeinden unseres Landes wurden im vergangenen Sep- tember vom Phonogrammarchiv Zürich unter technischer Beihilfe des Radiostudios Zürich durchgeführt. Das unter wissenschaftlicher Lei- tung von Prof. Dr. Hotzenköcherle und unter technischer Leitung von
        

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