— 208 — einfach in die mundartliche Lautung zu übersetzen, ohne indessen die grossen syntaktischen und morphologischen Unterschiede zwischen Mundart und Schriftsprache genügend in Rechnung zu setzen, wurde die Korrektur in der Weise angebracht, dass der selbe Text ein zweites Mal noch ohne ein Manuskript vorgetragen wurde. Das oben erwähnte Programm bedeutet deshalb im Hinblick auf die beiden letzten Texte nicht eine starr eingehaltene Regel, sondern ein recht frei gehand- habtes, leitendes Prinzip. Die Aufnahmeequipe setzte sich zusammen aus dem Präsidenten des Historischen Vereins, Herrn David Beck, dem technischen Leiter des Phonogrammarchivs, Herrn Dr. Rudolf Brunner, dem Techniker vom Studio Zürich, Herrn Hans Brack, und dem Schreibenden. Am 20. September erhielt sie den Besuch von Herrn Prof. Hotzenköcherle von der Universität Zürich, dem das Phonogrammarchiv untersteht, und am 19. und 28. September von Herrn Dr. Ribi, Ressortchef am Studio Zürich. Während der Aufnahmezeit wie auch für die ganze Dauer der Vorbereitung stand immer ein Polizeiauto als komfortable Transportgelegenheit zur Verfügung; den Fahrern des Polizeikorps, die mit ihrer Fahrkunst, ihrer Ortskenntnis und mit manchen Rat- schlägen die Arbeit nicht wenig erleichterten, gebührt ein dankbares Wort der Anerkennung. ' Die Aufnahmen begannen am 19. September nachmittags — der Vormittag war durch die Herreise von Zürich ausgefüllt — erfolgreich und vielversprechend in Vaduz, wo als freie Texte die geschickt ver- fasste Erinnerung an ein Dorforiginal, «Dr Gerbersepp», und ein un- terhaltsames Gespräch über die Arbeiten im und um den Weinberg vorgetragen wurden. Die Arbeit wurde fortgeführt in Mauren, wo neben den Vergleichstexten die ergötzliche Sage «Vom Schweizer, der sich dem Teufel verschrieb» und ein lebhaft geführtes Gespräch zwischen Mann und Frau über die Weihnachtsvorbereitungen in der Familie zur Aufnahme kamen, und endete am späten Abend mit den heimatkundlich interessanten Beiträgen Plankens: «Dr Dumerling vo üserne Gmäände» und «Dr Joseffitaag». Am nächsten Tag kamen Triesen mit einem sehr anschaulichen Gespräch zwischen Vater und Tochter über das Heubergen und einem übersichtlichen Bericht über die Gründung und Entwicklung der Triesner Weinbaugenossenschaft, ferner das sprachlich eigenartige Triesenberg mit der schönen Erzäh-
        

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