— 198 — typisch italisches Stück, der von E. Vogt behandelte Diskusfibelfuss mit Ringaugenmuster vom Montlingerberg93) verbunden werden. Er geht auch zusammen mit der Lanzenspitze mit fazettierter Tülle von Fideris, Kt. Graubünden9(i), wie sie in den Ternigräbern97) zusammen mit Fussdiskusfibeln häufig beobachtet werden können. Bei solcher Sachlage scheint es mir auch nicht mehr so abwegig zu glauben, dass das im Bregenzer Museum liegende mittelitalische Griffzungenschwert (Kurzschwert, Stichschwert) tatsächlich im Fürstentum Liechtenstein herausgekommen ist98). Nach der Beschreibung Vonbanks99) stimmt es fast genau mit einem solchen von Terni100) überein. Terni ist uns bereits mit Fussdiskusfibeln und fazettierten Lanzenspitzen begegnet, womit solche Schwerter, wie die Gräber 94 und 148 zeigen1"1), ver- gesellschaftet sind. Dass der Strahlungsbereich derartiger Knaufzungen- schwerter noch viel weiter reichte, zeigt der berühmte vermutliche Urahne von Hammer bei Nürnberg1"2). Wenn man weiter bedenkt, dass auch reichliche Keramikfunde vom Montlingerberg103) oder der Neuburg bei Koblach194), wie auch eine Anzahl von Bronzen aus Grau- bünden eine rege Tätigkeit zur jüngeren Urnenfelderzeit dokumen- tieren, so wird man mit der Möglichkeit rechnen dürfen, dass das Liechtensteiner Schwert in Ha B aus Italien gekommen ist. Der Ein- strom aus dem Süden wird seit Ha A 2 auch weiter belegt durch die 95) Melanges Louis Bosset (1950) S. 103, Abb. 2; Jahrb. Schweiz. Urgesch. 40, 1949/50, Taf. 18, 2. 96) Jahrb. Schweiz. Urgesch. 46, 1957, S. 108, Abb. 36. 97) Müller-Karpe, Chronologie, S. 212, Abb. 47; Taf. 39-45. 98) Jahrb. Hist. Ver. Liechtenstein 54, 1954, Taf. 2, 3. 3 a. 99) Jahrb. Hist. Ver. Liechtenstein 54, 1954, S. 127. 100) Bonner Jahrbuch 147, 1942, Taf. 7, Abb. 2, 4. .101) Müller-Karpe, Chronologie, Taf. 41. 102) Cowen, Griffzungenschwerter, Ber„ RGK. 36, 1955, Taf. 18, 2 und zuletzt Müller-Karpe, Chronologie, S. 226. 103) Zeitschr. f. Schweiz. Arch. u. Kunstgesch. 15, 1954/55, S. 141 und 14.3. 104) E. Vonbank in: Österr. Kunsttopographie, Die Kunstdenkmäler des poli- tischen Bezirks Feldkirch 1958, S. 27. — Jahrb. d. Vorarlberger Landes- museumsvereins 1958 — 59, -S. 234 ff.
        

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