— 187 — Ha A 1 vertreten sind33). Das andere Stück ist vermutlich ein fragmen- tiertes palettenförmiges, doppelschneidiges Rasiermesser mit einer vom (am Ende abgebrochenen) Stiel aus mitten durch das Blatt laufenden, beidseitig punktverzierten Mittelrippe, entfernt vergleichbar mit dem Stück aus dem Grab 68 von Pantalica3(i) (das Ladiser Stück hat aber einen massiven Griff). Dieses Ladiser Rasiermesser erstaunt nicht, wenn man sich jenes aus dem Voldersergrab 18 besieht37). Auch das von K. H. Wagner zitierte Messer vom Drahtschmiedli (Abb. 3, 2) in Zürich3S) sei hier als bester Repräsentant eines Matreier Messers im Pfahlbaukreis (soweit sich dies anhand der Literatur be- urteilen lässt) noch mitgenommen. Die Griffzunge zeigt nur das Loch für einen kräftigen Niet (wie das Messer von Missiano). Die Klingen- verzierung ist zweiteilig, die beiden Elemente wie üblich durch das mondsichelförmige «Ringauge» getrennt. Der Rücken ist unverziert. An das schwach gerundete Rückenprofil schliessen die beiden Klingen- seiten kurz parallel an und laufen dann keilförmig zur Schneide. Das Messer hat eine dünne, aber weitgehend abgeriebene Patina und ist vollkommen intakt erhalten. Wir haben hier nach Müller-Karpe wie beim Messer von Missiano gleichsam die Standardausführung des jüngeren Matreier Messers vor uns. Bei allen hier besprochenen Mes- sern fehlt natürlich der obligate Ausschnitt am Klingenanfang zwischen Steg und Schneide nicht3"). Die übrigen von K. H. Wagner4") und Müller-Karpe41) aus dem 35) Etwa Müller-Karpe, Münchner Urnenfelder, Unterhaching Grab 88, Taf. 24, A 1 mit grösserer gekerbter Mittelrippe. Wie 9. Pfahlbaubericht (1888) Taf. 5, 3. 36) Müller-Karpe, Chronologie, Taf. 2, 
G l. 37) Kasseroler, Volders, Taf. 34, 18. 38) Herr Kramer vom Schweiz. Landesmuseum in Zürich hatte die Freund- lichkeit, mich zu belehren, dass das Drahtschmiedli nicht weit unterhalb des Landesmuseums am rechten Ufer der Limmat liegt. Das Messer ist im SLM. mit der Inv. Nr. 2667. 39) Dieser Ausschnitt ist übrigens schon vorbereitet bei den Messern mit umlappter Griffzunge und im Ansatz deutlich beim Griffplattenmesser von Buchs (Kt. St. Gallen). 40) K. H. Wagner, Nordtiroler Urnenfelder, S. 62, Anm. 12 und 14. 41) Müller-Karpe. Chronologie, Taf. 87. B 9.
        

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