— :10 — verstrich wieder ein halbes Jahr und erst am 10. Oktober antwortet der Fürst aus Landskron in Nordmähren, er habe die vorgehabte Reise nach Prag «wegen so starck grassierender Infection vnlerlassen müssen. Hellen gern gesehen, weil die Stein einen so weiter Weg zu schicken gef ehrlich, Ihr werel zu Vns nach Landskron sampt dem Goldschmid kommen. Weil Ihr aber euren Weg nach Franckfurt ge- nommen, wollen wir euer beider nach leibziger Mess widerumb in Böhmen gewerlig sein . . . Vermainen, weil der Goldschmid die Gasten zu den Steinen schon gemacht, werde die Arbeit bald zu End gebracht werden». Karl fragt in diesem Brief auch an, ob Daniel de Briers von ihm 25 000 Eilen Leinwand übernehmen und a conto des Honorars für die Krone verkaufen würde. De Briers bat darauf am 8. November um eine Anzahlung von 5 000 oder 6 000 Reichsthaler, da er weder das versprochene Kupfer noch die Leinwand werde so rasch verkaufen können. Er bemerkt ferner: « . . . Ich schreibe heunt ahn meinen Schwager von Brüssel vndt thue ihme pilen, ob es seine Gelegenheit wehre, abzukhomen vndt sich zu Ihre fürstl. Gnaden zu verfügen . . . » Aus der zitierten Korrespondenz geht hervor, dass Daniel de Briers einen Teil der für die Krone benötigten Steine von Karl von Liechten- stein übernehmen würde. Es findet sich auch im fürstlichen Haus- archiv eine Liste, was alles De Briers aus der Schatzkammer des Fürsten für die Anfertigung des Herzoghutes übernahm. Diese Liste hat folgenden Wortlaut: «Wass Daniel de Priors mit nach Franckfurtt zum Herzoghult genommen. Vierzehen Diamant, altfrenckisch geschnitten, wiegen Karat 12 y-2 Sechzehn dito, wegen Karat 10 Funffvndzwanlzig dito, wegen Karat 5 
l/-> Funffvndvierlzig dito Kleinere, wegen Karat 3 
1U Drey Schildt auss dem Oesterreichischen Wappen, Karat 3 
5/s Drey Hertzstein auss demselben, Karat 2 V» Ain dicken Musterstein, K 1 Dreyvnndzwantzig Perl, zwantzig auss dem Halssband vnnd drey, so an dass Öslerr. Wappen gehengt
        

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