9 die werden ahn dieser Cron ein sehr schon Stuckh haben vnd ein Memorie in seinem Haus hinderlassen, weil die Welt stehet. Ich verlange selber sehr dieselbe gantz fertig zue sehen vndt also hoff ich, dass Ihr Fürstl. Gnaden in einer Wochen oder acht widerumb werden zue Prag sein, auf dass die Krön alda folent möge verfertigt sein vndt alssbaldt abrechnen vndt mit meiner Bezahlung nicht lenger möge vffgehalten werden, dieweil ich Ihre fürstl. Gnaden in diesem Werck alle schul- dige vndt billige vnderthenigen Dienst beweisen thuen, nach allen meinen Vermoegen ...» Mit der Kupferiieferung, die in diesem Brief erwähnt wird, hat es folgende Bewandtnis. Im Kontrakt über die Anfertigung der Krone oder später, scheint Fürst Karl mit Daniel de Briers vereinbart zu haben, er könne einen Teil des Honorars für die Krone durch Liefe- rung von Kupfer abstatten. Diese Art der Bezahlung war damals, in dieser an Bargeld armen Zeit allgemein üblich, in späteren Briefen finden wir z. B. das Anbot Karls an de Briers, eine grössere Menge von Leinwand zu übernehmen. Fürst Karl antwortet auf obigen Brief am 5. April 1625 aus Wien: «... Des die Cron verfertiget vernehmen wir gern vnd wollen wegen des Kupfers gnedige Verordnung thun, auch sobald irr nach Prag gelangen, soll wegen der Bezahlung des Ausstandts Richtigkeitt ervolgen ...» Am 27. April desselben Jahres teilt de Briers dem Fürsten mit, er habe vor nach Leipzig zur Messe zu gehen und von dort zu ihm nach Prag zu kommen. Nun fürchtet er aber, er werde den Fürsten in Prag noch nicht antreffen, er könne in Prag aber nicht lange warten, weil er daheim viel zu tun habe. Er wird auf jeden Fall seinen Gold- arbeiter mit nach Leipzig nehmen und erbittet dorthin Nachricht, um welche Zeit der Fürst in Prag sicher anzutreffen sein werde. Er bittet auch, der Fürst mörje «die gnedige Ahnordnung thun, darmit, so baldt der Goldarbeiter zu Prag ist, dass er die Robin Balleis vnnd andere Stein muege bekhommen, auff dass er seine Zeit aldaer nicht vergeblich zubringen meuge vnndt dass Geldt vnnetzelich verzehren, dieweil er seinen Gesellen vnnd Jungen mitbringen thut, wirdt etwass auff gehen, derrohalben muss man sie nicht feyem lassen». Darüber 2 Jahrbuch dos Historischen Vereins ' i960
        

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