91 — 2. Die Frau Auna Marschalkin von Pappeuheim geb. von Hürnheim (Witwe des Heinrich Burkart von Pappen- heim, Reichs - Erbmarschall zu Gräneubach) hat der Braut Dorothea v. Sch., ihrer Enkelin, zur Auf- besserung ihres Heiratsgutes 1000 fl. geschenkt. Summe: 6000 fl. und 400 fl. Morgengabe. Die 400 fl. Morgen- gabe darf die Dorothea nach Belieben verwenden; das Uebrige hat ihr Gemahl ihr sicher zu verwalten. 3. Sterben diese Eheleute kinderlos, so fällt die Wider- lage (2000 fl.) an die Sürgensteinischen Erben. Stirbt Dorothea vor ihrem Manne, kann dieser die 4000 fl. Heiratsgut uud alles andere mittlerweile erlangte Ver- mögen der Frau lebenslänglich nießen; nach seinem Tode sällt es an die schellenbergischen Erben. 4. Stirbt Hans von Sürgenstein vor seiner Gemahlin mit Hinterlassung von Kindern, so hat die Witwe den Mit- genuß und die Mitverwaltung des väterlichen Vermögens mit der Pflicht der standesgemäßen Erziehung und Aussteuer. 5. Heiratet sie wieder, so erhält sie nur die Hälfte der Widerlage (1000 fl.), wenn keine Kinder vorhanden sind aber die ganze Widerlage und die 400 sl. Morgen- gabe, wenn sie diese noch nicht verbraucht hat, samt ihrem Hausrat an Kleidern, Kleinoden, Betten ze., dazu, wenn keine Kinder vorhanden sind, den halben Teil aller fahrenden Habe und des Silbergeschirrs, wenn aber Kinder vorhanden sind, nur eiu Drittel desselben. Ausgenommen ist die Barschast, was über 100 fl. ist, die verbrieften Schulden, reisige Pferde, Wehr, Har- nisch :c. Mit Schulden soll sie nichts zn tun haben. Sie soll auch eine ehrliche Behausung und BeHolzung bekommen, wie sichs einer solchen Frau vom Adel ziemt, so lange sie Witwe bleibt. Würde sie aber diese Be- hausung uicht annehmen, sondern lieber bei ihren Ver- wandten sein oder anderswo, so sollen ihr alljährlich 40 fl. bezahlt werden nach Wangen oder Ravensburg, wo sie lieber will. 6. Dorothea v. Schelleuberg und ihr Gemahl versprechen, vor dem Landgericht ans alles weitere väterliche und mütterliche nnd brüderliche Erbe, bis aus den letzten Bruder zu verzichten mit der Einschränkung: Sollte ein Bruder kinderlos mit Tod abgehen, dann soll der Dorothea oder ihren Kindern das Recht aus 2000 sl. aus dem Erbe zustehen.
        

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