— 88 — gemahle sich verglichen. Und damit nit über kurz vder lang Irrung entstehe und schwägerliche Freundschaft erhalten bleibe, abgeredt wie folgt: An den 7600 fl. Hauptgut und 380 fl. Gült solleu Hans von Marmels wegen Anna v. Sch. 2200 fl. Hauptgut und 110 fl. Gült zustehen, Wilhelm v. Massenbach wegen Agatha ebensoviel, Asmus v. Mentzingen aber, weil er uicht wie die übrigen zwei schon 1000 fl. Hauptgut oder Zugeld erhalten habe, wegen Helena den Rest mit 3200 sl. und 160 fl. Gült erhalten. Archiv Helmstadt. Notarielle Abschrift Bonfeld 1610. Gütige Mitteilung des H. Freiherrn v. Stotzingen. s887 März 8. München. Die Herzöge Wilhelm und Ludwig, Gebrüder, von Baiern, Pfalzgrasen bei Rhein Urkunden, daß sie zwischen ihrem Hvfmarschall (des Wilhelm) Wolf von Schellenberg zu Kißlegg von seiner Tochter Bri- gita wegen und dem herzoglichen (des Ludwig) Marschall und Rat Georg von WeichS zn Tasing mit Hülfe etlicher anderen Herren eine Heiratsabrede vereinbart haben. Das von der Braut beizubringende Heiratsgut ist 1500 fl. Rh., die vom Bräutigam zu erlegende Widerlage ebenfalls soviel, die Morgengabe 500 sl. Die Brautleute verzichten auf alles weitere Erbe des Wolf v. Schellenberg und seiner Söhne und männlichen Nachkommen absteigender Linie. Erst nach Aussterben der männlichen Nachkommenschast tritt Brigita v. Schellenbcrg oder ihre Kinder wieder in das Erbrecht ein. Sollte aber Ritter Ulrich von Schellenberg männliche Nachkommen in absteigender Linie hinterlassen, dann soll die Herrschaft Kißlegg bei denselben vermöge brüderlichen Vertrags gegen Bezahlung von 8000 sl. bleiben. Ferner: Nachdem Wolf von Schellenbcrg noch zwei unverheiratete Töchter hat, svlltc eine derselben oder beide bei Lebzeiten ihres Vaters und ihrer Mutter unverheiratet sterben, dann sollen der älteren Tochter Brigita bei jedem Todessalle 200 fl. ausgefolgt werden. Stürbe Georg von Weichs vor seiner Gemahlin, gleichviel ob kinderlos oder nicht, so sind dieser ihre Kleider, Geschmeide, Hciratsgnt, Morgengabe, anererbtes und geschenktes Gut, die Hülste der fahrenden Habe zu überlassen. Aber Barschaft, Schulden, Roste, Harnische und was zur Wehr und Rüstung gehört, ebenso das Silbergeschirr, das immer auf deu ältesten von Weichs sich vererbt, und jetzt iu des Domdechants zn Frei- sing, DegenhartS von Weichs, Gewalt ist, bleiben denen v. Weichs. Die WiderInge von' 1500 fl. sind an die Frau
        

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