— 8 — und trat dann 
am 9. September 1845 als Konzeptspraktikant in die politische Geschäftspraxis bei der k. k. niederösterreichischeu Landesregierung ein, wo er dem Kreisamte in Krems zugeteilt wurde. Nachdem Hausen vom 9. Oktober 
bis 20. Dezember 1848 als Landeskommissär beim Hauptquartier der Armee des Banus Jcllacic nächst Brück an der Leitha und Ungarisch-Altenburg verwendet worden war, kam er 
am 24. Dezember 1848 zum Kreisamte in St. Polten, wurde jedoch schon 
am 19. April 1849 nach Krems zurückversetzt. 
Am 3. Jänner 1850 erfolgte seine Beförderung zum Bezirkskommissär bei der Bezirkshauptmannschaft Poisdorf. Während dieser Dienstleistung erhielt Hausen 
am 13. Februar 1853 das Ehrcnbürgerrecht der Stadt Zistersdorf. 
Am 11. April 1850 hatte er sich zu Krems mit Fräulein Wilhelm ine Bein hau er, einer Tochter des k. k. niederösterr. Statthalterei- rates Wilhelm Beinhauer, vermählt. )̂ 
Am 24. September 1854 kam Hausen als Kreiskommissär nach Korneuburg und wurde am 12. März 1855 zum Leiter des Bezirksamtes in Feldsberg .und am 11. Februar 1856 zum Bezirksvorsteher daselbst ernannt. Sein erfolgreiches und unerschrockenes Wirken während der Cholera- epidemie des 
Jahres 1855, sowie seine sonstige verdienstliche Tätig- keit im öffentlichen Leben fanden Anerkennung durch den Ausdruck der kaiserlichen 
Zufriedenheit (29. Jänner 1860), sowie durch die Verleihung des Ehrenbürgerrechtes der Stadt 
Feldsberg (8. Jnni 1859). Durch seine hervorragende Wirksamkeit hatte Hausen auch die Aufmerksamkeit des regierenden Fürsten von Liechtenstein auf sich gelenkt, 
welcher sich entschloß, diese Kraft für das Fürstentum zu gewinnen, da der Landesverweser Menzinger in Folge hohen Alters in Pension trat. Hausen nahm die Berufung des Fürsten an. Anläßlich seiner im 
März 1861 erfolgten Resignation auf den österreichischen Staatsdienst wurde er durch die Verleihung des Ritterkreuzes des Franz-Josephs-Ordens ausgezeichnet und von sämtlichen 30 Gemeinden des Feldsberger Bezirkes zum Ehren- bürger ernannt. Die Witwe Wilhelmine Freifrau Haus v. Hausen lebt heute noch hochbetagt in Wien bei ihrer einzigen Tochter Witwe Helene Bankü, deren Gatte, Architekt Jgnaz Banko (ein Schüler des namhaften Gotikers und Dom- baumeisters Friedrich v. Schmidt) während der 
Jahre 1868—1871 den Ban der monumentalen Kirche in Vaduz geleitet hatte und nachher eine Reihe von Jahren 
als sürstl. liechtensteinischer Architekt fungierte-
        

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