Zu jenen Männern, welche während des vergangenen Jahr- hunderts in unserem Lande eine hervorragende Tätigkeit entwickelten, gehört der im Jahre 1889 verstorbene fürstliche Landesverweser Karl Freiherr Haus v. Hausen. , Ich habe bei der Schilderung der Geschichte des liechtenst. Landtages, welche in dieser Zeitschrift 
erschienen ist, wiederholt Gelegenheit gehabt, aus die energievolle und stets arbeitsfreudige politische Wirksamkeit dieses verdienstvollen Mannes hinzuweisen. Das dort gegebene Bild seiner politischen Tätigkeit möchte ich an dieser Stelle kurz zusammenfassen und durch Darlegung des äußeren Lebeusganges ̂) ergänzen. Karl Haus v. Hausen wurde am 29. September 1823 zu Salzburg als der älteste von 4 Söhnen des dortigen k. k. Postdirektors Karl v. Hansen geboren: er entstammte einer fränkischen Familie, deren Mitglieder an verschiedenen Reichshöfen und Universitäten angesehene Stellungen bekleideten; eines der Familienglieder, der k. k. Hauptmann und nachmalige Oberpost- verwalter Bernhard Haus in Güns (Ungarn), Großvater des Landesverwesers, wurde von Kaiser Franz II. am 6. März 1797 iu den österreichischen erblichen Adelsstand mit dem Prädikate „von Hansen" erhoben. )̂ Im Alter von 2 Jahren folgte der junge Karl v. Hausen seinem Vater nach Wien, wohin dieser in gleicher Eigenschaft als k. k. Postdirektor versetzt worden war. Hier verlebte er mit den 3 Brüdern seine Jugend- und Studienjahre. Die Erziehung der 4 Söhne leitete nach dem frühzeitig (1830) erfolgten Tode des Vaters hauptsächlich deren Mutter, geb. v. Demling, Tochter eines kgl. bayr. Oberförsters, eine intelligente und energische Frau; sie überlebte ihren Gatten um 51 Jahre. Zehnjährig kam Hausen als Zögling in die k. k. Theresianische Akademie in Wien. Er absolvierte daselbst die Gymnasial- und die juridischen Studien Eine Reihe wertvoller biographischer Notizen verdanke ich der gütigen Mitteilung des Herrn Dr. Julius Banko, eines Enkels des Verstorbenen. — Vgl. auch „Liechtensteiner Volksblatt" vom 16. August 1889, Nr. 33. -) Vgl- „Genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser Oesterreichs". Wien, 1905.
        

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