59 — in dem Erträgnisse der eigenen Waldungen, „ „ „ der Alp Sikka, „ „ „ der Weinberge zu Vaduz und Triesen, das in guteu Weinjahreu auf 34,400 Maaß (43 Fuder) geschätzt wurde, „ „ „ der Regalien (Jagt, Fischenz, Fronwaldungen, Frondiensten, Fastnachtheunen, Düuger), iu 524 fl. 51 Kr., 430 Pfd. Schmalz, 33V- -Ballen Stickel, 150 Viertel Waizen, 33 Viertel Korn, 231 Wärkäse, 3 Psd. Pfeffer und 10 Hühnern aus den fixen jährlichen Gefällen. Außer den Besitzungen, die der Graf selbst bewirtschaftete, waren an Private verliehen als Lehengüter: Äcker 147, Wiesen 85, Bündten 6, Hofstetten 11, als Arbeiterlohn Weinberg 1, an die Rebleute „ 20 „ 3 Der verliehene Güterbesitz bestand also in 167 Äckern, 88 Wiesen, 6 Bündten, 1 Weinberg und 11 Hofstätten (Wohnsitzen). Weitaus der größte Teil dieser Güter lag iu Vaduz und Schaan. Um 1500 war in der Grafschaft Vaduz nur eine einzige Zollstätte, nämlich in Vaduz. Das kleine hölzerne Zollhäuschen diente später lange Zeit als Schulhaus. Jm 17. Jahrhundert wurde der Zoll um 600 fl. verpachtet. Die Auslagen für Bearbeitung der Weinberge zu Vaduz bcliefen sich aus 40 Pfd. Psg. ^ 43 fl. 43 Kr. und 20 Viertel Weizen; überdies wurdeu dafür 20 Äcker und 2^2 Mammad Wiesen zur Beuützuug abgetreten. Für den Weinberg in Triesen wurde 18 Pfd. Pfg. 20 fl. 36 Kr. verausgabt. Zudem erhielten die Rebmänner an den drei hl. Tagen — Weihnachten, Ostern nnd Pfingsten — vou der Herrschaft auf dem Schlosse eineu gemein- samen sröhlichen „Truuk", wo der Bocker seine Kraft geltend gemacht haben dürfte. Der Beruf der Winzürli erbte sich gewöhnlich in den Familien ähnlich wie ein Lehen sort. (Ueber die Frondienste nn den Weiubergeu zu Triesen s. Gesch. v. Triesen, Jahrb. II-, S. 110.) Aus der bedeutenden Abgabe an Waizen läßt sich schließen, daß zu Ende des Mittelalters bei uns der Waizen eine ganz besondere Ausdehnung gehabt haben muß und daß viel Waizen- brot gegessen wurde. Die Abgabe au Korn (Gerste) war viel
        

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