— 30 — ihnen die Speis sammt dem Trunk geben. Wan aber kein Hof- haltung dort ist, sollen fie von jeder Fuhr geben 6 Kreuzer, uud wann im Gebürg Wildpredt geschossen wird, sv sollen den Walsern, so solches heraus tragen, wann ein Hoshaltung da wäre, zu esseu uud eiu Trunk gegeben werden. Wann aber kein Hofhaltung da, soll jeder Mau eiu Batzen für seine mühe empfangen nnd folgends soll solich Wildpreth mit einem Roß stracks zn der Hoshaltung geliefert werden. Faßnacht-Hännen Ein jeder solcher Leibeigner Mann und Einsaß giebt Jährlich der Herrschast ein Faßnacht-Hännen zn sammt deß Trißnerbergs ertragt Hännen 337. )̂ Zoll. Der Zoll zu Vaduz, derselben Grafschaft gehörig, von allen durchpassierenden Waaren vermög alter zollssreyheit und Zoll Tasel ertragt Jährlichen, darumen er verliehen, 600 fl. Uud dan dem Thumb-Kapitul zu Chur an ein Jahrszeit, so Graf Hein- rich von Werteuberg )̂ neben dem, das fie mit ihren Früchten, so auf ihren Pfründen erwachset, zollsrcy sein sollen, Anno 1355 gestist 3 Pfd. Pfg. Der Zoll cmsert Balzers am Rhein fahr, allda Winters Zeit ein Rhein-Bruggeu gelegt wird, was daselbst herüber iu die 
Graf- schaft kommt, giebt den gewöhnlichen Zoll und ertragt in 
die 13 fl. i) Abgabe für das Gerichtswesen. y Also waren damals, um 1600, in der Grafschaft Badnz 337 Haus- haltungen. Leibeigener und Untertan bedeutete eines und dasselbe. In diesem Sinne sind wir heute noch Leibeigene unseres Fürsten; nur daß wir jetzt Frei- zügigkeit, d. h. das Recht haben, auszuwandern, ohne dafür etwas bezahlen zu müssen. 3) In einer anderen Copie steht unrichtig Hartmann statt Heinrich. Die Jahrzahl 1355 ist unrichtig und beruht auf unrichtiger Abschrift der be- treffenden Urkunde- Anno 1355, nach dem Tode seines Vaters, des Grafen Hartmann I. von Vaduz ('s- 1354) war Graf Heinrich noch unmündig und stiftete noch keinen Jahrtag. Diesen stiftete er (lant ^öLi-oloZiura Lui-isnss) im Jahre 1396 und zwar mit 12 hl. Messen für sich und seine Gemahlin Katharina, geb. Grafin von Werdenberg-Heiligeuberg. Der Jahrtag sollte in der Kathedrale zu Chur am Antoniustage gehalten werden. Dafür stiftete er als jährliche Präbendc an die Domherren 3 Pfund Pfennige; 2 Pfd. mußten in bar bezahlt werden uud statt des dritten Pfundes gewährte er dem Dom- kapitel für ewige Zeiten Zollfreiheit für jene Waren, die dasselbe aus seinen eigenen Besitzungen über Vadnz führte. Graf Heinrich starb kinderlos 27. Jänner 1397.
        

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