— 147 — 1703 Sept. 30. Altendorf.-Franz Sigmund von Schellen- de r g teilt dem Herzog vou Bayern mit, daß seinBruder Georg Jakob, ihrer fürstl. Durchlaucht zu Brandenburg im Sedleudorffscheu Regiment gewesener Hauptmanu, an einem hitzigen Fieber lange krank lag, wieder sich erholte, dann aber infolge eines Rückfalles im 33. Jahre seines Alters am 4. August laut eingegangenen Berichten gestorben sei und im Flecken Plitersdors in dortiger Kirche beigesetzt worden sei. Er dankt dem Herzog für die dem sel. Bruder zugewandte Gnade. Reichsarchiv München. Schellenb. Akten, ? 
355. s1044 17114 März 3. Den 3ten Merz 1704 sind der Hochwürdige Hochwohlgebohrne Herr Johanu Friderich Freiherr von Schellenberg, der hohen Stifter Mainz und Com- bnrg (Zapitular, zu Bregenz gestorben. Ueber dessen Tod eine Leichenrede, Trauer-Lied, und LviA-rainrag, vorliegen. Chronik der Pfarre Kißlegg. Nr. 
515. s104S 1704 April 5. München. Ein Herr (Abt von Kempten?) schreibt an einen Herrn „von Ammann". Kurfürst Max Emannel hat unlängst gegen den Feldmarschall-Lientenant von Schellenberg die Erinnerung gethan, daß derselbe 3300 fl. vonnöten habe, ohne welche er aus seiner der- maligen Gefaugenschaft nicht kommen könne. Damit nun aber erjagter General von Schellenberg demnächstens liberiret werden möge, gibt der Schreiber Anweisung über Ausbringe ung der Summe. Rcichsarchiv München. Schellenb. Akten, ? 
355. s1V4« 1704 April 30. Den 23. April als am St. Georgi Tag ist sruh 9 Uhr, da man in der Psarrkirche im Gottesdienste versammelt war, in der sogenannten Sekretärs Behausung zu Kißlegg (wo Militär ein quartiert war), Feuer aus- gebrocheu, und obgleich alles zur Hülfe herbeieilte, konnte dennoch der wütenden Flamme nicht Einhalt getan werden, und diese legte binnen wenigen Stunden Schellenbergischer- seits 16, gräslicherseits aber 19 Häuser iu Asche, und von dem vormaligen Flecken Kißlegg war daher außer dem Freyherrlich Schellenbergischen Schloß, der Pfarrkirche, dem Frauenklostcr und noch einem einzigen Bürgershause, kein Gebäude mehr zn erblicken. Höchlich müßte, gegen die Mildthätigkeit des Herrn Franz Christoph Freyherrn von Schellenberg gesündiget werden, wenn nicht hier noch die späteste Nach- welt zum Ruhm und Dank gegen diesen erhabenen Vater seiner Unterthanen aufgefordert würde, indem Er den gleich-
        

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