1673 Nov. 29. Die weltlichen Räte und die Kanzley des Abtes von Salmansweiler schreiben an den Freyherrn Johann Jakob v. Schellenberg zn Kislcg u. Waltershofen- Sie eriuueru an die Stiftung der Kislegger zu der Jahr- zeit im Kloster Salem- Seit 1625 sei etwas mehr Zins als srüher erhoben worden, da der alte Zins nicht mehr genüge. Man habe gehofft, daß nach Abschluß der schwedischen Kriege dasselbe wieder geschehen werde. (Also während des Schweden- krieges unterblieb die Entrichtung deS Zinses ) Nun, nach geschehener Sequestration der Kislegg'schen Güter sei eine Fran Blöd aus Wien in den Besitz jener Lehengüter zn Sommersriet durch die Kaiserliche Kommission gesetzt worden. Sie wollen nun die ewige Stistuug aufrecht erhalten wissen und bitten den Freyherrn um seiue Mithilfe dazu. Archiv Kislegg zu Wolfegg, Nr. 1854. s1612 1673. Herr Johanu Jakob, Freyherr v. Schelleuberg, diente als Kornet dem Herzoglichen Hause Baiern, und zwar uuter der Wolserstorf — hernach aber Lerchenfeldischen Com- pagnie 26, dann nnter dem Rittmeister Gruber 1, zusammen also 2/ Monate, und erhielte auf seiu bittliches Ansuchen den 3. December 1675 seinen Abschied. Chronik der Pfarre Kißlegg, S. 28. s1613 1678. Die Herren Johann Jakob und Franz Christoph, Freyherrn v. Schellenberg, erkaufen vou Herru Heinrich Manch, Oberamtmann vvn Wolfegg nnd Waldsee, folgende Güter, welche er Herr Manch von der Vormundschaft der Modischen hinterlassenen 6 unmündige» Kindern unterm 20. 7 bris 1677 käuflich au sich gebracht hat, als: 3 Höfe zu Emelhofeu pr. 13, 16 nnd 16 Winterfuhren, 1 Hof zu Riebgartcn pr. 16 Winterfnhren, samt dem Frucht-, Flachs- und Hamps-Zehend, serner das zur alten Burg gelegene Gut pr. 63 Winterfuhren, 3 Höfe zu SvmmerSried und mit 14, 14 nnd 16 Winter- fuhrcn. Dieser Kauf geschah um 5000 fl- Folgendes ist die Ursache, warum diese Güter ursprünglich von Schelleuberg an die Blödische Familie gekommen: Herr Johann Jakob, Freyherr von Schellenberg, hat nämlich von Herrn Mathäns von Blöden, Reichs Hos-Kanzley Concipisten unterm 15. 7dris 1650 ein zu 5 pr. cto. ver- zinßlicheS Anleheu pr. 2523 fl. erhalten, und zu dessen Sicherheit oben besagte Güter mit der ausdrücklichen An- weisung verpfändet, daß, wanu er Schuldner besagtes Ka- pital nach Verfluß vvn 10 Jahren nicht heimbezahlen sollte,
        

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