— 117 — besagtes Capital pr. 4000 fl., sondern auch die bisher an- geschwollenen Zinse, und übrige Hierwillen dem Gotteshaus verursachte Küsten mit 1116 fl. in Summa also 5116 fl. alle Jahr auf Thomas Tag mit 255 fl. 30 kr. zu verzinßen, nebst dem auch das ganze Capital bis auf Thomas Tag 1647 ganz zuverläßig heim zu bezahlen, mit dem ausdrücklichen Bedeuten, daß, wann er nach Umfluß dieser Zeit nicht straftest beihalten würde, besagtes Gotteshaus mittelst gegen- wärtiger Schuldverschreibung auf alle von demselben zu Lehen rührende in der Herrschast Kißlegg gelegene Güter, nnd sollten diese nicht hinlänglich seyn, auch auf die frey eigeutüml. Schellenbergischen Güter immittiert seyn, und so lange im Genusse von jeder männiglich ungestört seyn und verbleiben solle, bis besagte Schuld gänzlich getilgt seyn werde. Dieser Termin verstrich ohne daß das Capital abbezahlt oder die alljährlichen Zinsen entrichtet worden wären, und da nebenbei der Lehenhof St. Gallen die Frcyherrn von Schellenberg einer kelonie, und Jurisdiktions-Verlezung wegen verweigerten Gehorsams hinsichtlich der schuldigen Frohndienste im Waltershosischeu angeklagt, wurde vou St. Gallen um die Immission allerunterthänigst supplicirt, und endlich unterm 16. Mürz 1660 von Kaiserl. Land- gerichts wegen ein wauckatuiri poenals et imveckiencko in Betreff erbettener Immission auf die Freyherr!. Hans Christoph von Schellenbergischen Relikten erlassen. Da sich solche nun mittelst Memorials unmittelbar an den Oesterreichischen Erz- herzog Ferdinand Carl gewendet, in selbem das Traurige ihrer Lage geschildert, und zugleich das Anerbiethen ge- macht, obiges Capital alle Jahre richtig zu verzinßen, und sür die bisher ausgelaufenen Zinse besagtem Gotteshaus zwei gut bestellte Höfe einzuhändigen, wurde die Immission uuterm 23. März 1660 zwar sistiert, auf ferners Jnstanziren des Gotteshauses St. Gallen aber wurde selbes endlich im Jahre 1663 in alle von ihm zu Lehen rührende Güter, Zoll, Zinß, Gülten ?c. zu Waltershosen eingesetzt. Bis endlich durch Herrn Johann Jakob Freyherrn von Schellenberg die Schuld mit 5042 fl. getilget, Schelleu- berg in diese Güter ze. wieder immittiret, und den 6. Julii 1671 sämmtlich dortige Unterthanen — (nachdem sie zuvor des dem Gotteshaus St. Gallen geschwornen Eides wieder entbunden waren) von Schellenberg neuerlich in Pflicht nnd Eid genommen worden. Chronik der Pfarre Kißlegg, S. 24. s955 1V42 April 14. bis 1654 Mai 21. Johann Christoph von Schellenberg verkauft ein Gut zu Haslachu m 250 fl. s93K » 8
        

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