— 113 — Maria, Gräfin zu Hohenems geb. von Baumgarten, Witwe, begebenden Todfall gegen ein baar erlegtes, mit großen Unkosten aufgebrachtes Ikmäewium von 9000 fl. belehnt und die Leheupflicht aufgenommen. Gleichwohl habe die jetzt verstorbene Gräfin und der Reichserbtruchseß Friedrich zu Waldburg, dem sie ihre Base verheiratet und diese auch zugleich zur Erbin eingesetzt habe, dem auss äußerste widerstrebt, und auch auf Anraten der schwäbischen Ritterschaft, als wäre es gegen ihre Privilegien, erwirkt, daß Erzherzog Leopold zu Oesterreich ihr das halbe Leheu zusprach und sie die Huldigung der Untertanen ent- gegennahm. Sogar am kaiserlichen Hose erwirkte sie zweimal eine Suspension und eine Separations-Kommission, die schließlich dem Kurfürsten vou Bayern anvertraut wurde. Doch ist die Sache durch kaiserlichen Befehl rückgängig gemacht und er, Hans Christoph von Schellenberg, wieder in deu Besitz restituiert wordeu. Nach dem am 22. November 1633 erfolgten Tode der Gräfin ist ihm der Besitz faktisch übergeben worden. Aber der Erbtruchseß läßt, wie es scheint, die Sache nicht liegen und versucht alle Mittel, um seine Ansprüche durchzusetzeu. Um Weiterungen vorzubengen, wolle er (der v. Schellen- berg) dem König die Sachlage auseinandersetzen und bittet, auch iu Rücksicht aus die Wahrung des Rechtes und der kaiserl. Auktoritüt, die Bemühnngeu des Truchsessen fruchtlos zu macheu. (Konzept). Reichsarchiv München. Schellenberg. Akten ? 355. s943 1634 Okt. 25. Hans Christoph von Schellenberg zn Kißlegg, Waltershofen und Rötsee schreibt an den Kurfürsten vou Bayern wegen des Streites mit dem Truch- sessen von Waldburg um den sogen. Banmgarten'schen Teil von Kißlegg. Er habe dem Trnchseß den Anteil Mausen wollen. Dieser habe aber solche Bedingungen gestellt, daß man klar gesehen habe, es sei ihm nicht ernst mit dem Verkaufe. Hans Christoph bittet den Knrsürsten, ihm beizustehcn zur Erhaltung seiner Rechte. Reichsarchiv München. Schellenbcrg. Akten? 355. 944 1634 Okt. 30. Hans Christoph von Schellenberg :c. schreibt an die Erzherzogin Clandia in gleicher Angelegenheit wie knrz vorher an den König von Böhmen und den Knr- sürsten von Bayern. Er weist auf die Verdienste seines
        

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