— 87 — ein meßbares Stück, aus der Eisenzeit deren zwei vor, so daß bei einer Durchschnittsberechnung allzu viel auf Konto Zufall gehen würde. Wieder halten sich die Maße für die Länge des Acetabulums des Torfschweins in relativ engen Grenzen (28 — 33 mm); welche zwei Wildschweinknochen aus der Michelsberger Schicht mit 40 und 42 mm weit überschreiten (Tab. 27). Beim Femur verwachsen die Epiphysenfugen mit etwa* 3 — 37a Jahren. Es kann darum nicht erstaunen, daß eine große Zahl Reste vor- handen ist, bei denen die Epiphysenfuge noch nicht geschlossen ist. Ist sie geschlossen, so haben wir einen Beleg für ein Schwein, das unge- wöhnlich lange am Leben gelassen wurde (Siehe Tab. 30). Angesichts dieser Tatsache.ist der Wert der ohnehin spärlichen Maße nicht hoch einzuschätzen (Täb. 27). Sie erlauben aber wenigstens, Wild- und Torf- schwein auseinanderzuhalten. Die 4 Kniescheiben (Patellä) sind von einem Wild- und von drei Torfschweinen. Ihre größte Länge (Höhe) beträgt: SR: 21,5 35 53 Ho: 33 juv.' ferus Da bei der Tibia die distale Epiphyse schon mit ca'. zwei Jahren verwächst, haben wir bei diesem.Knochen eine größere Anzahl distaler Stücke mit angewachsenem Gelenkteil. Die Naht ist aber häufig noch gut sichtbar; diese Tiere wurden demnach mit etwa zwei Jahren ge- schlachtet (Vergl. Tab. 28). Wenn wir die Maße der distalen Breite betrachten (Tab. 27),'sehen wir ein schwaches Zurückgehen der Werte von der Stein- über die Bronze- zur Eisenzeit. Die Fibula ist nur durch drei distale Hälften vertreten, zwei aus der Schussenrieder- und eine weitere aus der Michelsbergerschicht. Das eine von diesen beiden Stücken ist zu einem Pfriem verarbeitet, welchen D, BECK (1944, Abb. 20, Fig: 27) abgebildet hat. Der Knochen stammt wohl von einem Wildschwein (Breite dist. 9,5, Durchmesser dist. 18 mm). Den beiden andern Stücken, fehlen die distalen Epiphysen. Es waren demnach jugendliche Tiere, welche uns diese Knochen hin- terliessen. Vermutlich waren es Hausschweine. Fast" 30 Astragali haben Maße geliefert (Tab. 27). Bei ihrer Beurteilung muß man sich bewußt bleiben, daß das individuelle Alter
        

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