Abb. 9. 
Hausschwein, Sus scrofa domesticus BRISSON S. 81 Linker 
unterer M3 aus dem Unter- kiefer Nr. 14/84. Bronzezeit. Nat. Gr. 
Abb. 10. 
Hausschwein, Sus scrofa domesticus BRISSON S. 81 Linker unterer Ms Nr. 73/39. Bronze- zeit. Nat. Gr. Die wenigen Unterkiefer und Ms der Eisenzeit liegen mit ihren Maßen im obern Bereich der bronzezeitlichen Variation. Der Ms-Mit- telwert übertrifft denn auch deutlich denjenigen aus der Bronzezeit, ohne aber den neolithischen Wert zu erreichen. Dieses Größengefälle, vom Neolithikum zur Eisenzeit ist beim obern und untern Ms etwa gleich stark. In diesem Punkt stimmen die Befunde am Ober- und Unterkiefer überein. Die Zahnreihen sind bei den Hausschweinkiefefn, soweit ersichtlich, gerade; Kulissenstellung der Zähne ist nur angedeutet (Abb. 7 — 8). Ausnahmsweise ist der P4 etwas aus seiner Lage herausgedreht. Der Lückenzahn Pr fehlt nur an je 1 Unterkiefer der Michelsberger- und Bronzeschicht. Bei einer eisenzeitlichen Mandibula (18/7, Abb.-11) ist dieser Zahn-um etwa 45° nach vorn geneigt, wobei der orale Teil der Krone, die Höhe des Kieferrandes nicht erreicht. Am lebenden Tier war dieser Zahn wohl gar nicht.zu sehen. Abb. 11. 
Hausschwein, Sus scrofa dome- sticus BRISSON c5 S. 84 Rechter Unterkiefer Nr. 18/7 (Detail). Abnorm gestellter Pi. Eisenzeit. Nat. Gr. (spiegelbildlich wiedergegeben). Bei einem Unterkiefer der Schussenriederschicht fehlt der P2 samt seiner Alveole. Es scheint, daß der Zahn überhaupt nie ausgebildet worden ist. Eine Mandibel aus der Michelsbergerschicht weist einen abnorm ausgebildeten Ms auf: Die vordem Wurzeln fehlen; die Alve- ole bildet an ihrer Stelle nur eine seichte Mulde von normaler Zahn- breite. Weiter hinten liegt in dieser Alveole ein konkaves, oben offenes Zahnrudiment. Offenbar war die Schmelzbildung gestört. Alle diese
        

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