- 81 — Schädel Einigermaßen ganz erhaltene Schädel fehlen. Nur eine große Zahl kleinere Bruchstücke ist in meine Hände gekommen. Ein Zygomaticum aus der Horgenerschicht mit 48 mm kleinster Höhe ist mit Sicherheit einem Wildschwein zuzuordnen. Alle übrigen Schädelfragmente kom- men vom Hausschwein. Doch ist im einen oder andern Fall eine Fehl- zuteilung nicht ganz ausgeschlossen1.. Kiefer und Zähne Die Tabellen 22 und 24, welche sich auf den Oberkiefer beziehen, zeigen eine schwache Größenzunahme vom Neolithikum zur Bronze- zeit und eine recht deutliche Größenabnahme von der Bronze- zur Eisenzeit an. Die Unterkiefermaße (Tab. 23, 25) bestätigen diesen Befund nicht: Hier finden wir im Gegenteil die geringsten Werte in der Bronzezeit. Lassen wir den sehr kurzen Ms des Unterkiefers 14/84 aus der Bronze- zeit (Abb. 9) in Tab. 25 weg, so ergibt sich immer noch ein Mittel von 34 mm, welches niedriger liegt als diejenigen der beiden andern Epochen. ' Der bronzezeitliche Unterkiefer 14/79 (Abb. 8) fällt durch seine Zierlichkeit auf. Sein M3 schickt sich zwar erst zum Durchbruch an. Da dem Kiefer aber der aufsteigende Ast fehlt, konnte der letzte Molar leicht herausgenommen, seine Länge (32 mm) gemessen und die von ihm ausgehenden Maße in normaler Lage bestimmt werden. Der größte Ms derselben Schicht weist einen gut ausgebildeten Talon auf (Abb. 10). Abb. 7 •Hausschwein, Sus scrofa domesticus BRISSON Backenzahnreihe der rechtsseitigen Unterkieferhälfle Nr. 48/109. Michelsberger- schicht. Nat. Gr. (spiegelbildlich wiedergegeben). S. 84
        

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