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— 71 — aus dieser Station überein, hingegen übertrifft die proximale Breite des Lutzengüetle-Knochens diejenige des erwähnten Stückes vom Alpen- quai (54 gegen 53 mm), erreicht aber dieses mit der distalen Breite nicht. (44 gegen 50 mm). Auch die größten Stücke der früheisenzeit- : liehen Pferde vom Schloßberg (J. U. DUERST, 1904, S. 274) werden von unserm Fund übertroffen. Der Autor schreibt sie einer mittelgroßen Pferdeform zu, deren WRH er auf 146 cm schätzt und die er als Equus caballus robustus NEHRING bestimmt. Die Phalangen, die J. MAREK aus La Tene (1898, S. 60) erhielt, sind ein gutes Stück kleiner und außerdem wesentlich schlanker. J. MAREK hat S. 37 auf diese Schlankheit besonders hingewiesen. Eisenzeit Der einzige Schädelrest des Pferdes, der in meinem Material - vorhanden ist, besteht in einem Hinterhaupt oberhalb des Foramen magnum. Der Abstand des Oberrandes dieses Foramens vom Scheitel- kamm (Höhe der Hinterhauptsschuppe) mißt 58 mm. Diese Zahl ist um 5 mm größer äls diejenige, die J. MAREK (1898, S. 46) beim helvetisch- gallischen Pferd in La Tene festgestellt hat. Die 9 Zähne (Tab. 20) aus dieser Schicht stammen von minde- stens drei Individuen. Ein oberer Prämolar (80/29, Abb'. 6 b) belegt ein 7 — 10 Jahre altes Tier aus der rätischen Kultur (Melaunerkultur). Die beiden andern Tiere können nicht näher datiert werden. Ihr Alter beträgt etwa 5 — 8 und 10 — 15 Jahre. Drei obere Molaren könnten zu einem 5 — 8 jährigen Tier gehört haben. Für Mi und M2 (17/16, 17/14, Abb. 6 c) liegt die Länge über den von J. MAREK (1898, S. 51 f.) in La Tene gefundenen Maßen, während unser M:s eine kleinere Kau- fläche aufweist als der Zahn aus La Tene. In der Maß-Skala H. U. LIE- PES (1958, S. 25) von Manching, ist unser Fund in die Nähe des untern Endes zu rücken. Die Pferdezähne aus der Bronzezeit von Zürich- Alpenquai (E. WETTSTEIN, 1924, S. 94) liegen mit ihren Dimensionen zum großen Teil über, zum kleineren Teil unter den eisenzeitlichen Maßen vom Lutzengüetle. Da die beiden Reste von Schulterblättern (Scapula) keine Maße zu nehmen gestatten, sei nur mitgeteilt, daß der eine am Hals querverlaufende Schnitte zeigt. Wir haben somit auch für die Eisenzeit einen deutlichen Hinweis darauf, daß das Pferd als Fleischtier genutzt
        

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