- — 69 - I . S. 25) und aus La Tene selbst (J. MAREK, 1898, S. 50 f.). Dieser Befund paßt in die allgemeine Feststellung hinein, wonach die bronzezeitlichen Hauspferde größer waren als,die eisenzeitlichen (G. NOBIS, 1955 a, S. 210). Vergleiche den Befund an den eisenzeitlichen Zähnen,(S. 71). Von den drei Radien stammt ein Diaphysenfragment von einem . jüngern Tier. Querliegende Schlagspuren eines wenig scharfen Instru- mentes weisen auf kulinarische Verwendung des Tieres hin. Das zweite Fragment (distales Ende) paßt mit 72 mm größter Breite zu den größten Pferden von Zürich-Alpenquai (E. WETTSTEIN, 1924, S. 97). Das Maß übertrifft zwar die von E. WETTSTEIN angegebenen Zahlen, doch erwähnt der Autor noch größere Reste aus seiner Station, welche keine Maße lieferten. — Wie beim Ms werden die Pferde aus La Tene von unserm Stück an Größe übertroffen (J. MAREK, 1898, S. 54): Dem gegenüber fanden sich jedoch im latenezeitlichen Manching, wenn auch nur vereinzelt, auch größere Distalbreiten (H. U. LIEPE, 1958, S. 27 f.). Bei den Schloßbergpferden (Eisenzeit, J. U. DUERST, 1904, S. 271) steht unser Befund den größern Tieren etwas näher. — Das dritte Speichehstück, ein halber proximaler Gelenkteil, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt. . . • An einem halben Metacarpus mißt die distale Breite 49,5 mm. Diese Breite wird von den Alpenquai-Pferden nicht ganz erreicht (max. 49 mm, E. WETTSTEIN, 1924, S. 97). Das helvetisch-gallische' Pferd aus La Tene (J. MAREK, 1898, S. 56) wird weit übertroffen; dagegen liegt die obere Variationsgrenze der Manchingerpferde (H. U. LIEPE, 1958, S. 28 f.) etwas höher. In Crestaulta (Kt. Graubünden) hat J. RÜE- GER (1942, S. 255) ein distales Metacarpusende von nur 42 mm fest- gestellt. Vom Lutzengüetle besitzen wir leider den vollständigen Knochen nicht: Aus dem Breitenmaß allein kann wenig abgelesen werden: Handelt es sich um ein relativ großes Pferd oder war es im Vergleich zu gleichzeitig lebenden Tieren besonders massiv gebaut ? (Vergl. S. 75 f.). Vom Becken liegen ein Darmbeinfragment und eine unvollstän- dige, Hüftgelenkpfanne (Acetabulum) vor, welche auf dem kurzen Sitzbeinstummel einige Schlag- oder Schnittspuren von einem nicht besonders scharfen Instrument trägt. Damit besitzen wir einen weitern Beweis dafür, daß das Pferd auch in der Bronzezeit der Ernährung . diente. - • •.
        

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