. — 55 — An dieser Stelle ist eine Bemerkung über die Schädelmaße am • Platze: Die von A. BRINKMANN (1920, S. 39-41) vorgeschlagenen und.von ihm verwendeten. Maße sind von den meisten modernen Autoren-wie K. HE- SCHELER & J. RÜEGER (1942), E. KUHN (1932, 1935), G. NOBIS (1950) und J. BOESSNECK (1958) übernommen worden. E. WETTSTEIN (1924) hat sich die Mühe genommen und für seine Hundeschädel sogar zwei Tabellen ver- öffentlicht, die eine mit den Maßen nach' 
J. U'. DUERST (1904), die andere nach A. BRINKMANN (1920)'. Im allgemeinen hat sich diese Meßweise be- währt, doch sind die Nr. 17 und 18 mißverständlich. A. BRINKMANN.selbst verwirrt uns dadurch, daß er auf S. 40 Maß Nr. 17 definiert als «Breite über die Gehöröffnungen», in seiner Tab. I aber «Breite über (lies oberhalb) den Gehöröffnungen» schreibt, sich beim Messen aber offensichtlich an seine Definition hielt, gibt er doch für Maß Nr. 16 (Breite des Hinterhauptsdreiecks) und Nr. 17 Werte an, die bis 10 mm. voneinander* differieren. K. HESCHELER & RÜEGER-(1942, S. 405) haben sich wahrscheinlich nach dem Wortlaut der Tabelle A. BRINKMANNS gerichtet statt nach der ursprünglichen Definition des Maßes, sonst hätten sie nicht für die Breite des Hinterhauptsdreiecks und für die Breite über die (bzw. den) Gehöröffnungen beim Schädel d gleiche Werte (54 mm) erhalten. Die Breite über die Gehöröffnungen beträgt nach meinen eigenen Messungen an diesem Schädel 52 mm, wenn man die Distanz zwischen den entferntesten Punkten des Gehörgangrandes mißt, und 43,mm, wenn man das Maß zwischen den einander am nächsten liegenden Punkten dieses Randes nimmt. Da' der Gehörgangrand in seiner Form sehr variabel ist und da ferner nicht festgestellt ist, welches die Meßpunkte auf diesem Rande sind, sollte dieses Maß fallengelassen werden. J. BOESSNECK (1956, S. 39) mißt denn auch «Breite oberhalb der Gehöröffnungen», womit aber das von A. BRINKMANN gemeinte Maß 17 übergangen und das nächstfol- gende Nr. 18 genommen wurde. Dieses Maß Nr. 18 ist definiert als «Schädelbreite: Größte Breite in der Ohrregion'». Bei manchen Schädeln ist dieses Maß nicht sauber abzunehmen, bei allen jenen nämlich, die an den Cristae temporales keine Einschnürung zeigen. Aus diesem Grunde und zur Vermeidung von Maßen, welche mit der stärkem oder schwächern Ausbildung von Fortsätzen und Kanten schwanken, ziehe ich die beiden Hirnbreiten-Maße B. KLATTs (1913, S. 464) unbedingt vor: «Hintere Hirnbreite: Meßpunkte: jederseits der von. der Medianlinie des von oben betrachteten Schädels weitest entfernte Punkt der Sutura squamosa», und «Vordere Hirnbreite: Meßpunkte: jederseits der von der Medianlinie des von oben betrachteten Schädels weitest entfernte Punkt der Sutura coronalis» Schon H. E. NAUMANN (1875, S. 44) hat so gemessen und sicher aus gutem Grunde. J. BOESSNECK (1958, S. 162) mißt am Hinterhaupt noch die «Breite über die Condyli occipitales» und verwendet damit ein weiteres leicht und präzis abzunehmendes, sowie an vielen Bruchstücken noch mögliches Maß.
        

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