— 53 — rungsverhältnisse verursacht wurden. Dieses Problem ist vom prähi- storischen Material her nicht zu beantworten und.sollte'von der experi- mentellen Zoologie einmal angepackt werden. Die Tiere, welche uns die. soeben besprochenen Unterkiefer'hinter- ließen, starben in unterschiedlichem Alter : Der jüngste ist Nr'. 45/83, dessen Reißzahn nur ganz schwache Usurspuren an der Außenfläche des vordem Höckers zeigt. Alle Spitzen des Zahnes sind noch sauber scharf. Recht alt ist dagegen der Träger eines losen linken Reißzahnes von 20 mm Länge geworden: Die Spitzen der drei großen Höcker sind abgenützt, so daß das Zahnbein zutage tritt. Zwischen den hier er- wähnten Extremen finden sich unter dem übrigen Uriterkiefermaterial alle Übergänge. An Extremitätenkhochen sind einzig- drei proximale R a d i'u s h ä 1 f t e n vorhanden (Tab. 17). Zwei davon übertreffen mit ihrer proximalen Breite die Egolzwiler und Obermeilener Hunde (K. HESCHELER & J. RÜEGER, 1942, S. 407; E. KUHN, 1935, S. 105) und' liegen in der Größenordnung der größeren Radien von Zürich- Utoquai (E. KUHN 1932, S. 634). Das dritte Stück ist etwas schwächer. Da die Speiche in der Länge sehr- stark variieren kann (E. KUHN, 1935, S. 105), darf von den Breitenmaßen nicht auf die Länge des Knochens oder gar auf die Hundegröße geschlossen werden. Überblicken wir das Hundematerial der Michelsbergerschicht, so ist als Ergebnis festzuhalten: Die durch mindestens 10 Individuen vertretene Hundepopulation weist eine große Variationsbreite auf. Auf große Hunde deuten die Reißzähne der fünf Oberkiefer sowie ein Unterkieferfragment, während neun weitere Unterkiefer kleinere Hunde belegen; zwei Stirnbeinreste und drei Radien scheinen zwischen beiden Größen zu vermitteln. Horgenerkultur Das einzige Schädelstück aus dieser Schicht besteht in einer 'Hirn- schädelkapsel (6/118, Abb. 4). Vorn reicht das Fragment bis zur Coro- nalnaht und zur noch offenen Naht zwischen Basi- und Präsphenoid. Da die Sutur zwischen Occipitale und Basisphenoid noch nicht ge- schlossen ist und die Teile des Hinterhauptsbeines verwachsen sind, beträgt das individuelle Alter dieses Hundes etwa 1 Jahr (USSOW 1901/02, zit. bei W. ELLENBERGER & H. BAUM, 1943). Das Interparie- tale weist nur einen schwachen Scheitelkamm auf. Das Tier ,(Tab. 14)
        

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