u — 370 — zwar sowohl im allgemeinen Münzbild als auch im Charakter der Schrift. Dieser dritte Fund fand sich in Bergamo und zwar zusammen mit einer Münze des Azzone von Mailand 1335 —•• 1339. Beide Münzen waren derart gleichartig oxydiert und verpecht, dass sie unbedingt mit- einander und unter gleichen Umständen in den Boden kamen und dort liegen blieben. Wir haben somit drei gleichlaufende Funde dieser Münze, jedesmal mit dem besonderen Umstand, dass die Münze mit Münzen, die alle 100 Jahre älter sind als die Datierung der abondiani- schen Republik von Como. Es geht nun.nicht mehr an, wenn nicht urkundliche Belege über die Ausprägung der Münze oder ein Hinweis der Münze selbst dazu zwingen, das Zusammentreffen der Münze mit Münzen, die alle, in den drei erwähnten Funden um 100 Jahre älter sind, jedesmal mit dem gleichen Zufall zu erklären, zumal der Vaduzer Fund auch örtlich soweit absteht. Urkundliche Belege für die Prägung der Münze liegen keine vor, und die Münze selbst beinhaltet auch keinen direkten Hin- weis. Friedländer hat die Münze aus freien geschichtlichen, Überle- gungen zeitlich für die abondianische Republik festgelegt und konnte von den zwei Funden Bergamo und Vaduz keine Kenntnis haben. Seine Datierung fand; wie erwähnt, von Anfang an den Widerspruch gerade der ortskundigen Münzkurfdler. Die Datierung Friedländers kann und muss daher bei sich ergebender stärkerer Begründung revi- diert werden. Diese begründeten Umstände scheinen nun doch vorzu- liegen in den drei Funden von Cameri,'Bergamo und Vaduz. Zusammenfassend muss nochmals erwähnt werden: C. N. I. setzt die Münze gestützt-auf Friedländers Datierung auf 1450 fest. Ein ur- N 
kundlicher Beleg fehlt. Die Datierung wird von Anfang an in Zweifel gezögen und'auf 1350 vorverlegt. Diese Zweifel finden nun ihre be- rechtigten Unterlagen in- den besonderen Umständen der drei erwähn- ten Funde. Es wird also notwendig eine Correktur der Zeitansetzung des «grosso autonomo di Como» im C. N. I. vorgenommen werden 'müssen. Aus oben Erwähntem ergibt sich die Folgerung: a) für die allgemeine Münzkunde: - Bei aller Hochschätzung für Friedländer und das C. N. I. ist für diesen besonderen Fall eine Fehldatierung anzunehmen -und ent-
        

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