— 29 — Rüdolphum et Albertum et Dyetericum Marscalcos fratres carnales de Monteforti») wegen Besitzungen und Leibeigenen, die einst dem Ritter Konrad von M a r t i n e z («Chünradi Militis bone memorie de Martinez») gehört hatten. Die Marschälle sind gegen die Ansprüche der Brüder von Brunnenfeld («carnales fratres dictos de Brunne- velt») in Schutz zu nehmen. Original im Vorarlberger Landesarchiv n. 5333 (St. Johann). — Per- gament 21 cm lang x 23. Plica 3,5 cm. — Siegel : 1. Siegelrest eingenäht. 2. Siegel stark beschädigt, Umschrift CANTOR zu erkennen. Abschrift im Vorarlberger Landesarchiv Kopialbuch d. Johanniter (St. Johann 1) S. 148 aus dem 17. Jahrh. Regest: Bilgeri, Zur Gründungsgeschichte von Bregenz und Feldkirch, Montfort 1956, S. 251, Anm. 28. Bedeutung: Aus dieser Urkunde geht hervor, dass die Marschälle von Montfort sowohl mit dem nur hier erwähnten Ritter von Martinez als auch mit den Rittern von Brunnenfeld bei Bludenz verwandt waren. Die Marschälle von Montfort sind aber wappengleich (drei Sensen übereinander) mit den Rittern von Priesen (Vergl. dazu Büchel, Jahrbuch d. Hist. Vereins f. d. Fürstentum u. Liechtensteins (1925) S. 959 ff.) Die Mannlehen blieben noch lange nach der Teilung im Hause Montfort Lehen des Gesamthauses, vergl. auch das zur Urkunde vom März 1260 und 1299 Februar 25 Gesagte. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang die Angabe Büchels (Geschichte d. Pfarrei Triesen, Jahrbuch d. Hist. Vereins 1902, S. 135), dass alle drei Montforter Hauptlinien in Triesen Gerechtsame hatten, sowohl Montfort-Feldkirch (Anteil am Ze- hent), die Werdenberger (Patronatsrecht) und die Sarganser (Leute u. Güter). Über die Verwandtschaft der Herren von Brunnenfeld mit denen von Triesen vergl. Büchel, Jahrbuch d. Hist. Vereins f. d. F. Liechtenstein 19, S. 83; Ulmer, Burgen u. Edelsitze S. 543. — Die Verwandtschaft des Ritters Konrad von Martinez mit den Marschällen von Montfort wird überdies wahrscheinlich durch den Weingartnamen Martinätsch (Martumätsch) neben einem Weingart- namen Hälmlins (vom hier genannten Marschall Helmelin !) beide nebenein- ander unterhalb der Burg Montfort (Vergl. Bilgeri, Zur Gründungsgeschichle von von Bregenz u. Feldkirch, Montfort 1956, S. 251). Die einheitliche Abstam- mung dieser Dienstmannen geht auf die alte Einheil der Grafschaft Unter- rätien-Montfort zurück.
        

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