— 368 — Der ursprüngliche Standort der Scheibe ist nicht bekannt; diesbe- zügliche Nachforschungen verlaufen im Dunkeln. Doch ist das heute bekannte Stück Weg, das die Kabinettscheibe zurücklegte, interessant genug, um festgehalten zu werden. Unsere Wappenscheibe gehörte zu einem bisher unbekannten und unpublizierten Bestand von 36 Kabi- nettscheiben, die sich-im Besitz eines Baron Rothschild auf Chäteau Ferriere-en-Brie ca. 30 km westlich von Paris befanden.27 Von hier gelangte die Scheibe in Privatbesitz nach Zürich: Durch Vermittlung von Herrn Dr. Erwin Poeschel wurde, sie zusammen mit einem Pendant — eine Scheibe der Herrschaft Sonnenberg (Vorarlberg), die sich heute im Besitz, des Landesmuseums Bregenz befindet — dem Liechtenstei- nischen Landesmuseum zum Kauf angeboten. Dank dem grossen Ver- ständnis der Regierung kam das Landesmuseum in Vaduz in den Be- sitz dieses Kunstwerkes. .26. Lehmann H., 1941, 1. c, 193. 27. Chäteau Ferrieres-en-Brie ist ein Bau' im Pseudo-Renaissance von 1857. Das .ursprüngliche Chäteau-Ferrieres gehörte den Nachkommen des Mini- • sters Fouche und wurde zur Zeit Louis-Philipps an die Familie Rothschild verkauft, die dann 1857 das Schloss. neu erbauen Hess. Die Scheiben befanden sich in einer Halle des Schlosses und wurden dann im Zuge einer Restauration von dort entfernt. Es ist denkbar, dass schon Minister Fouche die Scheiben gesammelt hat. (Freundliche Mitteilung von Frau Dr. S. Kummer, Zürich).. Georg Malin-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.