— 353 — Abstammung des Erbprinzen Hans Adam von den früheren Besitzern von Vaduz und Schellenberg von Dr. Ferdinand Graf Wilczek Mit der Erwerbung der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg durch den Fürsten Hans Adam von Liechtenstein um die Wende des 17. Jahrhunderts betrat ein Geschlecht den alten geschicht- lichen Boden des oberen Rheintales, das bis dahin zu diesem Räume in keiner wie immer gearteten Beziehung gestanden war. Seine Vor- gänger im Besitz der beiden Herrschaften hatten ihre Wurzeln in der näheren oder weiteren Umgebung gehabt, so die alten Grafen von Bregenz im alten Rätien, die Brandis in der heutigen Schweiz, die Montfort, Sulz und Hohenems in der Gegend um den Bodensee, wäh- rend das, Haus Liechtenstein aus dem fernen Österreich kam und dort seine grosse historische Rolle gespielt hatte. Wie wir wissen, war es dem Fürsten Hans Adam beim Kauf der beiden reichsunmittelbaren Herrschaften vor allem darum zu tun ge- wesen, die Basis für einen Sitz im Reichsfürste'ncollegium zu gewinnen, und er und seine nächsten Nachfolger kümmerten sich wenig um das entlegene. Ländchen. Mehr als ein Jahrhundert verging, bevor die Re- gierer des Hauses ein näheres persönliches Interesse an ihrem Fürsten- tum nahmen. So erscheint dem Historiker die neue Dynastie als dem Lande fremd und ohne engere Verbindung mit ihm. Dem Genealogen jedoch, der die blutmässigen Zusammenhänge der Menschen erforscht, er- schliesst sich ein ganz anderer, überraschender Ausblick. Er kann eine geschlossene Abstammungsreihe aufstellen,' die. in ununterbrochener Folge durch 33 Generationen von den ersten Besitzern unseres Rhein- tales im Mittelalter, den Grafen von Bregenz, über sämtliche Familien, die seither im Besitz von Vaduz gewesen sind, zum künftigen Landes- herren, dem Erbprinzen Hans .Adam führt.
        

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