— 331 — Aus der Zeit der Hexenverfolgungen Ein Nächtrag zur Arbeit „Der letzte Akt im Drama der Hexen« prozesse in der Grafschaft Vaduz und Herrschaft Schellenberg von Otto Seger Neue Urkundenfunde und ihre Bedeutung Als im Jahre 1802 das Fürststift Kempten säkularisiert, d. h. auf- gehoben wurde, wanderten seine Urkunden, soweit sie nicht verloren gingen, in verschiedene Archive. Bei der Abfassung meiner Arbeit «Der letzte Akt im Drama der Hexenprozesse in der Grafschaft Vaduz und Herrschaft Schellenberg» wusste ich noch nicht, dass im Bayeri- schen Hauptstaatsarchiv unter den kemptischen Akten auch das Mate- rial zu finden ist, das Fürstabt Rupert von Bodman aus der Zeit seiner Tätigkeit als kaiserlicher Kommissar hinterlassen hat. Es ist sehr reich- haltig, und etwa 2400 Seiten befinden sich nun als Mikrofilme in unserem Landesarchiv. Für die Mühe der Bereitstellung der Akten und der Verfilmung sei der bayerischen Archivverwaltung, besonders Herrn Archivrat Dr. Hipper, an dieser Stelle der beste Dank ausgesprochen. Diese Arbeit wertet davon nur aus, was sich auf die Hexenpro- zesse bezieht; und sie ist ein Nachtrag zur oben genannten Abhandlung. Unter der kemptischen Signatur CLXIV Lit. D «Criminalia» waren sechs Bündel von Akten verwahrt, von denen Nr! 4 verloren ist. Ein Faszikel enthält Akten der kaiserlichen Kommission, ein anderes Ver- fügungen des Reichshofrates, zwei befassen sich mit dem Gutachten der Universität Salzburg und den an sie zu erteilenden Auskünften. Als Urkunde am wertvollsten ist das «Schellenbergische Inquisilions- protoköll puncto. Mägiae.1651 — 1680». Es handelt sich dabei um das längst verloren geglaubte Original des Protokollbuches, in dem alle Anzeigen eingetragen und die Zeugenverhöre protokolliert wurden.
        

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