— 31 ^ Ein einziger Knochen gibt von der Anwesenheit des Elentieres im Lutzengüetle Kunde. Es ist ein, wahrscheinlich vorderes Fesselbein aus der Horgenerschicht (70/180): Das Tier war deutlich schwächer als eine rezente Elchkuh aus Norwegen (Z. M., «Wa 99d»). Es übertrifft aber ein im Rügetswiler-Moos bei Junkertswil (Kanton St. Gallen) ge- fundenes Skelett von 160 cm WRH, dessen Zeitstellung leider nicht genau feststeht. 70/180 
Z. M. $ Ho 
Wa 99 d vorn ? 
vorn Größte Länge äußere Hälfte 
72 76,5 Größte Länge innere Hälfte 73 79,5 Breite proximal 32 31,5. Breite Diaphyse 
22 • 20,5 Breite distal 26 " 26 9. Die Gemse, Rupicapra rupicapra (LINNAEUS 1758) Es ist nicht verwunderlich, daß im Lutzengüetle die Gemse nachzu- weisen ist, sind doch selbst im schweizerischen Mittelland Knochen dieses Tieres aus der jüngeren Steinzeit gefunden worden: Roben- hausen (L. RÜTIMEYER, 1861, S. 67), Thun (H. G. STEHLIN, 1930, S. 21). Die Gemse wurde vereinzelt auch in unserer Zeit im schweize- rischen Mittelland und im Jura gesehen. Nach P.> VETTERLI (1959) beobachtete man in den allerjüngsten Jahren einzelgängerische Tiere im Kanton Schaffhausen, im Solothurner Jura und auf den aargau- ischen Höhenzügen. Nachdem am badischen Feldberg eine Neube- siedlung mit Gemsen geglückt war, setzte man von 1951 —-1954 am Fahrisberg bei Balsthal im Solothurner Jura sieben Gemsen aus, deren Zahl sich seither aüf 20 — 25 erhöht hat. Ähnliche Besiedlungsver- suche wurden darauf an der Gerstelfluh (Revier Waldenburg, Kanton Basel-Land) und im Sommer 1959 im aargauischen Jura durchgeführt. (P. VETTERLI, 1959). ' ' Auffallend ist, daß im Lutzengüetle nicht in allen Schichten Gems- reste auftreten. Zwei Knochen und drei Zähne aus der Horgenerzeit ist alles, was auf gelegentliche Gemsjagd schließen läßt. , Basis Erhaltene Totale 0 Umfang Länge Länge 6/91 Frohtale-Stück mit Hornzapfenbasis c5 26/23 77 (Basis) ? 6/92 Frontale-Stück mit Hornzapfen c3 27/22 79 73 (85 - 90)
        

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