— 30 — Tabelle 9 Capreolus capreolus (L.) . Fundübersicht Geweih Schädel Unterkiefer 
Epistroph. Radius Ulna Metacarpus Pelvis 
Metaiarsus Calcan. 
KNOZ MIZ Total 2 1 1-1 3 2 1.2 l'l 15 6 BZ. Neol. 
i _ i 2 L 1 1 3 2 1 1 1 -,2- 13 
2 4 Ho MB 
11 - - - 1 - 1 1 1-1 1 3 11---5 8 
;' Der Unterkiefer (Micheisbergerschichl) belegt ein Jungtier von von etwa 5 .— 6 Monaten. Die Altersbestimmung erfolgte nach F. BAUMANN (1949, S.' 423). Der Mä ist gerade im Durchbruch. Da Rehe im Juni setzen, ist dieses Tier einst im Oktober oder November erlegt worden. Die wenigen brauchbaren Maße der Extremitätenknochen (Tab. 10) geben kein Bild über die Rehgröße. Die am Radius gefundenen Dimen- sionen passen zu denen heutiger Rehböcke. Der Metacarpus dagegen übertrifft die Breitenmaße unserer Vergleichstiere stark. Er ist auch kräftiger als die von J. BOESSNECK (1956, S.' 124) in seiner interes- santen Spezialarbeit über das Reh erwähnten Knochen. Dieser Befund spricht für die Ansicht, wonach die heutigen Rehe etwas kleiner sind als diejenigen vorgeschichtlicher Epochen. '8. Der Elch, Ahes alces (LINNAEUS 1758). Der Elch gehörte in den ältern «Pfahlbauten» der Schweiz und des deutschen Bodenseegebietes nicht zu den Seltenheiten (K. HESCHELER & E. KUHN, 1949, S. 272, R. VOGEL, 1933, S. 101). Vom Ende des Neolithikums an nimmt seine Häufigkeit jedoch'immer mehr ab (K: HESCHELER, 1924, S. 82). Er ist, offenbar noch vor dem Mittel- alter,' gänzlich aus unserem Gebiet verschwunden. Einer der spätesten Funde-am Nordfuß der Alpen — ein distales Radiusfragment — stammt -aus dem spätrömischen Kastell Schaan (F. E. WÜRGLER, 1958, S, 258 — 260). -'"_•-
        

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