— 264 — Griffe 56/101. Beingriff mit ovalem Querschnitt, sich schwach verjüngend, abgebrochen. Erhaltene Länge: 13,2 cm. Dm: 2,6 / 2,2 cm. Am abge- brochenen unteren Ende sieht man, dass' das1 spongiöse Innere ausge- höhlt war und darin eine Rostspur der ehemals darin.steckenden Griff- angel. -Die Skizze TAF. 7, 4 zeigt die Lage der Aushöhlung. Der Griff dürfte demnach zu einem sehr grossen, dolchartigen Messer gehört haben. TAF\ 9, 1 zeigt das eingeritzte Muster. Auf der gut geglätteten Oberfläche finden sich in noch 6 erhaltenen Streifen einfache, um- laufende geometrische Muster, Kreise und Fischgräten in verschiedenen Grössen und Kombinationen. Im obersten, dritten und fünften Streifen' sind in den Ritzlinien Reste von roter Farbe erhalten. Demnach war der Griff rot gestreift, ob mit einer anderen, jetzt völlig vergangenen Farbe (weiss ?) abwechselnd, bleibt unbestimmt.1) F.O: ® •57/371. Beingriff, konisch-polygonal. Siebenkantig, gut geglättet und jede Fläche mit einem anderen Muster versehen. Am schmäleren Ende Loch für die Griffangel,' 2,8 cm tief. Messer- oder Werkzeuggriff. TAF. 9, 2 und 7, 1 mit Abrollung des Musters sowie den beiden Grund- flächen. Äusserst sorgfältige Arbeit. F. O: Feld K. —/—. Kleines, halbes, zylindrisches Knochenstück, geglättet, ausge- höhlt und mit feinen Rillen verziert, vielleicht von einem Griff. TAF. 7, 2.' Weitere, unverzierte Griffe s. unten. Kämme Im Gegensatz zu den verzierten Griffen, zu denen sich kaum spe- ziell publizierte Vergleichsstücke nennen lassen, gibt es eine einiger- massen ausreichende Literatur zu den Beinkämmen. Die neueste sehr gründliche Zusammenstellung, auch von ganz verstreut veröffent- lichten Einzelexemplaren gibt Nenquin, 68 ff an Hand der Besprechung der zahlreichen Kämme aus dem Gräberfeld von Furfooz. Eine eben- falls eingehende Besprechung der Kämme findet sich bei M. Aljöldi, Intercisa II, 480 f. Grundlegend für die Datierung der zweiseitigen Kämme ist R. Nierhaus,. Der römische Gutshof bei Laufenburg, Ger- ') Einen ähnlichen Griff, dort als «Schwertgriff» bezeichnet,' aus Zurzach s. Ur-Schweiz (19) 1955, 88, Abb. 54. •
        

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