— 22 — Eisenzeit - ,. • . Aus dieser Schicht liegt ein unterer M2 vor, der den gleichen Zahn ' des Bären aus Rumänien in der Länge um 1 mm übertrifft. Er könnte zum Mandibulafragment aus der gleichen Schicht gehören. Leider um- ' faßt dieses Stück nicht •viel mehr als die Alveole von M3 und einen kleinen Teil der Alveole von M2. Die Mandibula -hat ungefähr die Größe des Unterkiefers des rumänischen Bären. Somit liegt eher ein kleines Individuum vor. Ein Caput femoris gehört in die gleiche Grös- senordnung (Durchmesser 42,5 mm)'.' Das Beckenfragment stammt, obwohl keine brauchbaren Maße zu nehmen sind, sicher von einem viel stärkeren Tier. Das 'Stück ist auch- viel kräftiger als das Acetabulum aus der Michelsbergerschicht.. M2 inf.: Länge max. 26, Breite-max. 16,5 • . . 3. Der Steinmarder, Martes foina (ERXLEBEN 1777) • Da Marder kaum der menschlichen Ernährung dienten, ist ihr rela- tiv- seltenes Auftreten unter Grabungsfunden verständlich. Immerhin wurde der Steinmarder in mehreren schweizerischen «Pfahlbauten» gefunden (K. HESCHELER &,E. KUHN,'1949, S. 281). Vom Bodensee (R. VOGEL, 1933) und von Bludenz (W. AMSCHLER, 1939) liegen dage- gen keine Meldungen über ihn vor. In der Horgenerschicht des Lutzengüetle hat man zwei Mandibel- körper zweier Marder gefunden. Wenn nur der Unterkiefer vorliegt, ist eine genaue Diagnose schwierig. In Anbetracht der sehr eng stehen- den Zähne gehören diese Kiefer wohl dem Stein- oder Hausmarder an (F. BAUMANN, 1949,, S. 321 — 332).'. Der eine der beiden Unterkiefer (70/39) ist in der Nähe des Kiefer- winkels durchbohrt. Der Durchmesser dieser Bohrung beträgt etwa ' 3,5 mm. Dies und die polierte Oberfläche des Knochens scheinen anzu- zeigen, daß dieser Kiefer als Amulett oder Schmuck, vielleicht um den Hals gehängt, getragen worden ist. Auch einige kurze Schnittspuren weisen auf menschliche Tätigkeit hin. — Der andere Kiefer (70/38) zeigt keine Bearbeitungsspuren. - ' - Länge Backenzahrireihe ,-. " . Nr. \ Alv.-Maß ' , 70/38 31 70/39 ' (30,5) . -
        

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