XI Dr. Dr. Josef Hoop Landtagspräsident und Alt-Regierungschef In der Morgenfrühe des 19. Oktober 1959 durcheilte unser Land die Trauerkunde vom unerwarteten Ableben unseres hochverdienten Land- tagspräsidenten und Altregierungschef, des fürstl. Justizrates Dr. phil. und Dr. jur. Josef Hoop. Von • einem heimtückischen Leiden befallen musste er sich im Kantonsspital in Chur einer schweren Operation unterziehen. Wenige Tage später trat eine allen Mitteln trotzende Kreis- laufkomplikation auf, die zu seinem plötzlichen Tode führte. Als Sohn des Landwirtes Franz Josef Hoop in Eschen am 14. De- zember.1895 geboren verlebte er dort seine erste Kindheit. Schon in der •Volksschule stach er durch seine überragende Begabung hervor. So trat ei' als aufgeweckter Mittelschüler erst in das Gymnasium «St. Fidelis» in Stans ein, setzte seine Studien fort im Bündesgymnasium in Feldkirch und sehloss die Mittelschule mit der eidgenössischen Matura in Zürich ab. Anschliessend widmete er sich an der Universität Innsbruck dem Studium der orientalischen Sprachen, woselbst er im Jahre 1920 zum Doktor der Philisophie promoviert wurde. Noch im gleichen Jahre trat er als Attache in fürstliche Dienste. Bald wurde er dort mit dem Amte eines Geschäftsträgers unserer Regierung betraut. Nach der Auf- lösung der liechtensteinischen Gesandtschaft in Wien im Jahre 1923 und nach dem Abschlüsse des Zollvertrages mit der Schweiz trat er in den Dienst der schweizerischen Zollverwaltung und zwar erst in Genf und dann in St. Gallen. Als im Jahre 1928 die Fortschrittliche Bürger- partei bei der Landtagswahl die Mehrheit erlangt hatte, berief ihn diese ins Land zurück, und übertrug ihm das verantwortungsvolle Amt eines Regierungschefs. - Es war dies zu einer Zeit, da sich unser Land in arger Bedrängnis befand: Die jahrelang mühsam angelegten privaten und staatlichen Sparguthaben waren durch die Abwertung der hier geltenden öster-
        

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