— 18 — Bei • den Maßangaben mit Bruchteilen des Millimeters verwende, ich das Komma. Im Unterschied dazu setze ich bei Mittelwerten einen Punkt zur Abtrennung der Dezimalstellen. In den Variationstabellen habe ich die Variationsbreite und den Mittelwert eines bestimmten- Maßes sowie die Verteilung der Einzel- werte über die Variationsbreite von Millimeter zu Millimeter ange- geben. Dabei wurden im allgemeinen nur sichere Maße verwendet. Nur in den Fällen, wo ein -unsicheres Maß die Variationsbreite zu- sätzlich noch vergrößerte, habe ich es in ( ) beigefügt, in die Mittel- wertberechnung jedoch nicht einbezogen. Nach Erscheinen dieser Arbeit gelangt das Knochenmaterial zur Aufbewahrung ins Liechtensteinische Landesmuseum zu Vaduz. Die schönsten Stücke werden dort ausgestellt werden. . II. WILD TIERE 1. D e r B i b e r , Castor fiber LINNAEUS 1758 Der Biber ist nicht nur in der Schweiz seit etwa 150 Jahren aus- gerottet; er steht überhaupt auf dem Aussterbeetat, und nur ganz energische Maßnahmen können ihn vor dem vollständigen Verschwin- den bewahren. , Ursprünglich war der Biber über ganz Europa und Nordwestasien verbreitet (G. HINZE, 1950, S. 20 —33). Nach den Angaben-L. RÜTI- MEYERs (1860, S. 36) soll.der Biber im 16. Jahrhundert in der Schweiz noch häufig gewesen sein; er nahm dann aber an Zahl rascK ab. 1705 wurde das Tier noch an der Birs gesehen. Es wird, «freilich etwas un- bestimmt, noch 1804 als seltener Bewohner des Cantons Luzern ge- nannt, ebenso unsicher noch 1820 im Wallis». Die gegenwärtigen. Biberreviere sind schnell aufgezählt: Südnor- wegen, mittlere Elbe zwischen Magdeburg und Wittenberg, im Rhone- delta, ferner sechs Orte in Rußland. In Schweden, Finnland und Lett- land wurden Biber mit Erfolg wieder angesiedelt (G. HINZE, 1950, S. 25 — 33). , , " Die einstige Häufigkeit des Bibers in unserm Gebiet geht nicht nur aus den vielen Gewässer- und Ortsnamen, wie Biber, Bibern, Bibersee, Biberbrücke, Biberstein usw., hervor,1 sondern auch aus der großen Zahl seiner Knochenreste in vor- und frühgeschichtlichen Siedlungen.
        

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