— 166 — Da sich diese Aussagen auf ein sehr geringes Material stützen, ist mit einer wesentlich größern Variationsbreite zu rechnen. — Das Schmelz- faltenbild der Hauspferdezähne ist sowohl in der Bronze- als auch in der Eisenzeit einfach. — Schnitt- und Bißspuren weisen auch bei den Hauspferdeknochen auf Verwendung als Fleischtier hin. 12. Das Hausschwein gehört durchgehend zum Torfschwein. Die Einheitlichkeit in der Größe fällt auf. Die Tiere sind im allgemeinen relativ groß. In der Bronzezeit ist die Variationsbreite gegen unten er- weitert; möglicherweise waren die Haltungsbedingungen für die Schweine in-der Bronzezeit schlechter. (Vergl. Ziff. 10 !) — Soweit das Geschlecht der Tiere erkannt werden konnte (Kiefer), wurde in den neolithischen Schichten und in der Bronzezeit ein leichtes Vorherrschen der Sauen festgestellt, während in der Eisenzeit die Eber deutlich über- wogen. — Die Unterscheidung der Wild- von den Hausschweinknochen erfolgte aufgrund ihrer Größe. 13. Die Ziege ist zur säbelhörnigen Form zu stellen. Die Hornzäpfen sind im männlichen Geschlecht leicht gedreht. Eine schwache Größen- zunahme der Tiere von der Stein- zur Bronzezeit ist angedeutet. 14. Das Schaf hat im weiblichen Geschlecht Hornzapfen mit ovalem Querschnitt; die männlichen Tiere trugen schwerere, gedrehte Hörner. Größenänderungen sind keine festzustellen. 15. Das Schaf scheint in allen Siedlungsperioden des Lutzengüetle häufiger gewesen zu sein als die Ziege. Es überwiegt besonders stark in der Horgener- und in der Bronzeschicht, während in der Michelsberger- zeit die beiden Arten sich fast die Waage halten. 16. Die Hausrinder nahmen vom Neolithikum zur Bronzezeit deut- lich, von der Bronze- zur Eisenzeit wahrscheinlich noch geringgradig an Größe ab. Die Widerristhöhe der neolithischen Rinder wird auf 110 — 130 cm geschätzt, die der bronzezeitlichen auf 102 —• 126 cm,' während die Höhe der eisenzeitlichen Tiere um 111 cm lag. Es konnten keine Rassen gegeneinander abgegrenzt werden. Immerhin liegen aus der Eisenzeit vereinzelte Hinweise auf das Vorkommen zweier ver- schieden großer Rinderformen vor. — In allen Schichten wurden neben Resten von Kühen auch einige Stierknochen festgestellt. Ferner machen eine Anzahl Funde durch ihre Maße das Vorkommen, von Ochsen für i alle Schichten wahrscheinlich.
        

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