— 146 — : Größenabnahme — es handelt sich hier nun endlich einmal um eine große Anzahl Längenmaße — vom Neolithikum zur Bronzezeit wieder sehr deutlich unterstrichen, während der Rückgang von der Bronze- zur Eisenzeit weniger groß ist. Nr. 6/69 aus der Horgenerzeit hat eine innere Länge von 74,5 mm und muß darum einem wilden Ur gehört haben (Siehe S. 33). Weniger zahlreich sind die K r o n b e i ne (2. Phalangen): 79 Stück-, wovon über die Hälfte, nämlich 41, allein aus der Michelsbergerkultur stammen. Der. Kürze' halber gebe ich von diesen Knochen nur die Tab.'75, welche'über die Längen sämtlicher meßbarer Kronbeine, also- vorderer und hinterer, orientiert. Auch unter den Kronbeinen fand sich in der Horgenerschicht das Stück eines Ur (6/65), welches bei den Wildtieren bereits erwähnt worden ist (S. 33). An Huf beinen (3. Phalangen) haben wir 68 Stücke, von denen fast die Hälfte michelsbergischer Herkunft ist. Da es an ihnen keine Epiphysen gibt, ist ihr individuelles Alter nur schwer zu erkennen. Nach Ausscheidung einiger sehr jugendlicher und der defekten Stücke habe ich Tab. 76 aufgestellt, welche über die Größenverteilung Aus- kunft gibt. Zur Metzgereitechnik Bei allen Knochen wurde sorgfältig auf Schnittspuren und auf die Art der Zertrümmerung geächtet. Einige diesbezügliche Beobachtungen sollen hier mitgeteilt werden. Eine erste Bemerkung habe ich schon bei. der Besprechung des Zungenbeins (S. 134 f.) gemächt. In den drei neolithischen Schichten ist die unterschiedliche Behand- lung juveniler und adulter Unterkeifer sehr deutlich: Bei 18 voll- ständigeren Unterkiefern adulter Tiere ist, bis auf eine Ausnahme, je der aufsteigende Ast abgebrochen und die Unterseite der Lade eröffnet. Schon L. RÜTIMEYER (1861, S. 14) hat von diesem «Kunstgriff» zur Kieferöffnung geschrieben. J. LÜTTSCHWAGER (1958, S. 49) stellte dieselbe Behandlungsart ah Kiefern aus neolithischen Moorsiedlungen in Schleswig-Holstein fest. Auch K. HESCHELER & J. RÜEGER (1942, S. 449) fanden die Unterkiefer aus Egolzwil 2, z. T. wenigstens, auf, diese Weise aufgebrochen; eine weitere Anzahl war dort «in der Mitte der Länge zertrümmert». Den 18 erwachsenen Unterkiefern stehen ebenso viele jugendliche (bis etwa 2 Jahre alt) gegenüber, welche alle
        

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