— 141 — Die Maße sind mit einer "relativ großen Unsicherheit behaftet, da «das Maß oft nicht ganz bestimmt zu fassen ist» (K. HESCHELER'& J. RÜEGER, 1942, S. 455). Dennoch schimmert auch hier die Tendenz zur Größenminderung durch. 
1 Auch die 78 Reste v.om F e m u r sind in einem Zustand, den man am besten mit E. DOTTRENS (1947, S. 518) als «triste etat» bezeichnet ! Obwohl das Oberschenkelbein ein sehr massiver Knochen ist, finden sich von ihm fast keine brauchbaren Überreste. Als ausgesprochenes «Markbein» ist es praktisch ausnahmslos zerschlagen worden'. Die 22 Durchmesser des Caput femoris (Tab. 66) zeigen erneut eine Größenabnahme an, sofern man wieder je das größte Stück der Bronze- und Eisenzeit als männliche Knochen betrachtet. Bei'den vier Mustern aus der Bronzezeit nehme ich diese Abtrennung bedenkenlos vor, während die beiden eisenzeitlichen Reste nicht sehr überzeugen. Betrachten wir aber die Gesamtmittelwerte, dann stellen wir einmal mehr ein leichtes Ansteigen der Größe von der Bronze- zur Eisenzeit fest. Über die übrigen Maße gibt die folgende Tabelle Auskunft: ' • Bos primigenius taurus L. Femur SR ' MB Ho BZ EZ - B. 1.3. Breite prox. - - 101 - - 147' Breite Diaph. 37 - - - 27 36 44 Breite dist. - 105 - - 118,5 Auf ein-interessantes Detail macht E. DOTTRENS (1947, S. 519) auf- merksam: Am innern distalen Condylus beträgt beim Bos taurus brachyceros von St. Aubin das Verhältnis des kleinen zum großen Durchmesser 68,3 °/o, während er beim Hirsch der gleichen Station1) unter 60 % liegt. Beim Material vom Lutzengüetle beträgt dieser Index in den ver- schiedenen Schichten des Neolithikums: Bos primigenius taurus L. Femur Condylus internus „ . ' SR SR MB MB Ho B. t. 3. Breite — (°/o) 66,4-- (71,3) (71) (76,3) 62,2 65,3 Lange Das'Michelsbergerstück-mit etwa 76,3 % schien mir verdächtig. Dieser hohe Index steht isoliert da. Er übertrifft sogar denjenigen eines Bison bonasus des Z. M., welcher 75,4 % aufweist. Monsieur E. DOTT- ') Laut brieflicher Mitteilung.
        

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