— 131 - men und wie oben angegeben gemessen werden. Ist das'nicht möglich, dann beschränkt man sich besser auf die lose gefundenen Ms. Tab. 51 sagt wegen ihrer Lückenhaftigkeit kaum etwas Brauchbares aus. Deutlicher sprechen die Tab. 52. und Abb. 28. Darin sind größere Stückzahlen und altersunabhängige Maße verwertet: Vom-älteren Neo- lithikum läßt sich über die Michelsberger- und Horgenerkultur zur Bronze- und weiter zur Eisenzeit eine recht gleichmäßige Reduktion "der Ms-Länge feststellen. Das Ergebnis an den obern Molaren stimmt also mit dem Befund am M:i infüberein (S. 129). Abb. 28 Hausrind, Bos primigenius taurus L. Länge (Mittelwerte) des untern M,i in den fünf Schichten. - S. 131; Tab. 52. SR MB Ho BZ £Z Das aus Tab. 53 hervorgehende Resultat darf vorläufig nicht ver-. allgemeinert werden, wonach die M:s der Horgenerzeit die massivsten gewesen seien, konnten doch nur an zwei Stücken Länge und Breite gemessen werden. Spätere Untersuchungen müssen hier bestätigen oder widerlegen. ' An Zahn - und Kieferanomalien habe ich folgendes fest- stellen können: Oligodontie kommt in meinem Material nicht vor. Dagegen ist bei einem untern M:{ aus der Horgenerzeit die 3. (hinterste) Säule stark reduziert ohne ganz zu fehlen: Die Wurzeln des Zahnes sind mehr, oder weniger normal ausgebildet, doch ist die Kronenbasis am Talon seitlich stark komprimiert, ohne viel von ihrer Länge verloren zu haben. Gegen den Apex des Zahnes hin nimmt dann die Talon- länge sukzessive ab und ist zu oberst fast ganz geschwunden. Der Zahn zeigt erst beginnende Abnützung, was auf ein Schlachtalter von 2 — 3 Jahren schliessen lässt. Noch stärkere Reduktion der 3. Säule, eigent- lichen Talonverlust, weist ein unterer Ms aus der Eisenzeit auf: Nur- eine schmale Falte längs der Hinterkante der 2. Zahnsäule zeigt, daß es sich überhaupt um einen Ms handelt. . Eine Merkwürdigkeit fand ich an drei obern Ms der Schussenrieder- zeit: 1—2 cm über dem Zahnhals erweitert sich die Krone plötzlich j
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.