— 102 - werden berechnet und pro Person 6 Gulden eingesetzt. Wir ersehen ' aus dieser Aufstellung übrigens, dass Triesenberg 603,. Balzers und . Mels '350 und Triesen 281 Einwohner hatte. Die Gesamtbewertung ergibt für Triesen 25 000 Gulden, für Triesen- berg 20 000 und für Balzers 15 000, zusammen also rund 60 000 Gulden. Es ist wohl anzunehmen, dass der Plan deshalb entstand, weil ge- rade die Bündner Gläubiger am schärfsten mit Exekution drängten, aber die Schätzungssumme zeigt uns sogleich, dass dieser Plan bei seiner Verwirklichung eine ungenügende Summe ergeben hätte. Der Ertrag der beiden Herrschaften • Weil es sich bei Käufen doch immer um die Frage der Rentabilität handelt, wollen wir kurz die Erträge betrachten. Es gibt in den Akten hierüber verschiedene Aufstellungen: Einmal eine summarische für die Zeit von 1663 bis 1683 für beide Landesteile, eine detaillierte für Schellenberg von 1663 bis 1673 und für Vaduz von 1700 bis 1703 sowie eine eingehende für beide Herrschaften von 1694, die auch Aufschluss über die Ausgaben gibt. '"Im Durchschnitt ergeben sich für die Grafschaft Vaduz 4 500 Gul- den Bruttoeinnahmen, für Schellenberg'2 500 Gulden im Jahre. Von diesen Erträgen "musste die Herrschaft leben, die Besoldung der Beamten und die Löhne der Arbeiter mussten beglichen werden, die Erhaltung der Gebäude war zu bestreiten — und die Schulden sollten, verzinst und womöglich auch abgezahlt werden. Alles zusam- men war einfach unmöglich. Es reichte nirgends hin. • Wären keine Schulden vorhanden gewesen und hätte die Herrschaft bescheiden gelebt — nur dann wäre das Auskommen zu finden gewesen. Aber beide Voraussetzungen waren nicht gegeben. In den Ausgabeposten finden wir zur Zeit der kaiserlichen Kommission unter dem Titel «den armen Leuten gegeben» ganze zehn-Gulden im Jahre ! Als Fürstabt Rupert durch Beschuldigungen des Grafen Jakob Hannibal'wieder einmal gereizt worden war, erklärt er, dass er die Kommission nur übernommen habe, um dem Lande zu helfen. Die Einkünfte seien nur «ein bettelhaftig Wesen». . Es war ein Glück, dass dann beim Verkaufe an das Haus Liechten- stein nicht der Ertrag für den Kaufpreis massgebend war, sonst wäre nur ein Teil des Preises erzielt worden. ' : )
        

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