— 95 — Vorwort Im Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchiv befindet sich eine bisher nicht ausgewertete Sammlung von Akten, die für die Geschichte un-' seres Landes von grösster Bedeutung sind. In sechs umfangreichen Bündeln finden wir auf 4650 Blatt die Vorgänge niedergelegt, die zum Kaufe von Schellenberg und Vaduz führten. Gewiss ist manches davon bekannt, und Peter Kaiser hatte noch Urkunden zur Verfügung, die heute nicht mehr auffindbar sind. Aber die Wiener Urkunden geben noch neue Erkenntnisse, und zwar auf folgenden Gebieten: 1. Die Vorgeschichte des Verkaufes von Schellenberg, 2. viele Einzelheiten in den Verkaufsverhandlungen von Schellenberg und Vaduz, auch zur Geschichte unseres Landes, 3. die ersten Schreiben des Fürsten Johann Adam, 4. die Erklärung, warum zwischen dem Kaufe von Schellenberg und Vaduz dreizehn Jahre vergehen, und schliesslich 5. Hinweise auf die Geschichte der Hexenverfolgungen. In der folgenden Arbeit soll versucht werden, den Gang der Ereig1 nisse zu zeichnen, die in der schwersten Zeit unserer Geschichte dazu führten, dass dem Geschlechte der Grafen von Hohenems ihre Besitz- tümer Vaduz und Schellenberg verloren gingen und das Fürstenhaus Liechtenstein die Nachfolge antrat. Weder dem Fürsten Johann Adam Andreas von Liechtenstein noch dem Volke war es bewusst, welche Entscheidung sich mit dem Wechsel des Besitzes vollzog. Weil uns' die Geschichte gelehrt hat, wie gross die Bedeutung dieses Wandels ist, darf erwartet werden, dass die Arbeit Interesse findet. Wie bei meiner Arbeit über die Hexenprozesse ist es mir auch dies- mal ein Bedürfnis, Herrn Generaldirektor Dr.. Gebhard Florian Rath und Herrn Staatsarchivar Dr. Winter vom Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien für ihr Entgegenkommen und ihre Mühe aufrichtig zu danken.
        

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