I :;: frührömischen Fibelfunde überwiegen die spätrömischen, und Sigillata aus Fundplätzen entlang der Römerstrasse gehört meistens dem 1. Jahr-. hundert an (vgl. Abb. 22). Römische S:„E r b g u t Allein durch Fundbetrachtung und ihrer Deutung kann die kultu- relle und zivilisatorische Arbeit Roms nicht eingefangen werden. Ihre ' Wirksamkeit hielt sich bis heute in den verschiedensten Sparten zivili- satorischen, kulturellen und geistigen Lebens. Die Landwirtschaft hatte zwar in rätischen Gebieten schon lange vor der römischen-Invasion einen beachtlichen Stand erreicht. Plinius rühmte die Alpenkühe, die trotz ihres kleinen Wuchses viel Milch gä- ben und am «Kopf nicht am Nacken angeschirrt» am meisten Arbeit aushalten105. Besonderen Geschmack fanden die Römer an alpinen Käsen100. Harz, Pech, Kienholz und Honig scheinen die Räter schon früh nach Italien geliefert zu haben107. Die Idee den Pflug auf zwei Rädern zu führen,' sei rätische'n- Ursprungs108. Dessen ungeachtet brach- ten die römischen Kolonisatoren eine Reihe'zivilisatorischer Neuerun- gen. Die Landwirtschaft wurde-verfeinerten Methoden zugänglich ge- macht. Wie intensiv das liechtensteinische Gebiet durch angesiedelte' Südländer und romanisierte Bevölkerung angebaut wurde, erhellt vor allem aus den zahlreichen Orts-10" und Flurnamen110, die im Lateini- ' sehen und Romanischen wurzeln. 
' . i 105. Plinius VIII, 179. • , ' . . 106. Plinius XI; 240. • . 107. Strabo IV, 6, 9, 207; HM 53. - ' 108. Plinius XVIII, 172. • - . 109. zu Balzers vgl. Anmerkung 23 im 2. Kap. dieser Arbeit; zu Mauren vgl. Anmerkung 182/183 2. Kap.; Planken vom romanischen plaunca (plannca) bedeutet Halde (LUB 1/1, 490; 1/2, 91 ff.; vgl. Hopfner 1910, 180; Nipp .1924, 103 ; Ospelt 1911, 83); Parallele in Graubünden (bei Planta-Schorta. 1939); in Wildhaus und Wartau (bei Götzinger 1891, 31); zu Vaduz:, (Nipp 1924, 103; Aebischer 1946, 7 ff.-, vgl. Anmerkung 11, 2. Kap.; LUB 1/1, 45 f.), «Faduzes» um 1175-1200.(I/l, 59), um 1225-1255 «Faduzze» ' , (I/l, 88), um. 1302 «Vadutz» (I/l, 170; 173, 197 f., 204, 207 ff., 216, 258, 308 ff., 334, 352, 355; 1/2, 285,. 97 ff., 175, 228, 231, 246, ,264); zu Ruggell • (runeus) von Reute (vgl. KB 195; LUB I/l, 25, 220 ff., 349 f.). 110. Die Zähl romanischer Flurnamen ist enorm, vgl. für Liechtenstein die Arbeiten von Ospelt 1911, und Nipp 1924,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.