zuhalten157. Aus all dem folgt, dass für das Kastell Schaan ein anderer Bauherr als Diokletian in Betracht gezogen werden kann. . Ein gedrängter Hinweis auf die Grabungsprofile und eingelagerten Funde vermag den Vorschlag zu präzisieren: die Profile zeigen Bau, Bestand und Zerstörung des Kastells an: Das Profil A3 —B3 beim Süd- Ost-Turm registriert auf gewachsenem Grund die kiesige Schicht der Bauzeit (Plan VI), entstanden durch das Abladen, Zurichten und Schichten der Mauersteine. (Hier kann auch abgelesen werden, dass der Turm kaum'ein Meter tief im Boden ruhte). Über der Bauschicht liegt dunkler Rüfeschutt, der nach dem Bau der: Mauern und- Türme zum Teil, um das Terrain auszugleichen, angeführt wurde, zum Teil sich durch die Jahre ansammelte. Auf dieser Höhe lag die Münze des Constans158. Den Schichten, die Bauzeit und Existenz des Kastells auf- zeigen, folgt eine mächtige Strafe, die, von Brandresten durchsetzt, Einäscherung und Untergang des Kastells dartut. Doch das Mauerwerk war zu stark, als dass es in einem Anlauf hätte zerstört werden können: Nach der ersten Zerstörung kam eine Zeit der Ruhe; Rüfeschutt deckte die Katastrophenschieht wieder zu. Dann folgte vermutlich im späten Mittelalter bis 
ins 19. Jahrhundert..hinein (ein Churer Zwei- Pfennigstück aus dem 18. Jahrhundert zeigt, dass der Turm schon da- mals bis auf die jetzige Höhe abgetragen war159) die Epoche langen Abbruchs. Das. Areal wurde zum Steinbruch. Diesen Sachverhalt ver- deutlicht eine Schicht mit Bauschutt, die nur wenig Rüfeschutt und- Humus eindeckt. — Denselben Verhältnissen begegnen wir im Ka- stellinnern. Heller Rüfeschutt begrenzt nach unten die durch Planie- rung entstandene..S träte, in der Pfostenlöcher und ein Balkengrab lie- gen: Zeugnisse der ersten Periode der Innenbauten. Eine Brandschicht (Plan V) von 9 —11 cm Dicke zeigt den Untergang der hölzernen Ka- stelleinbauten aus der 1. Bauperiode. Der erwähnte. Mörtelboden über- zieht die Katastrophenstrate und gibt einen Hinweis auf die Wieder- aufrichtung der Innenbauten. Diese wurden wiedeium durch Brand zerstört. Über der Brandschicht liegt, von Rüfeablagerung isoliert, die mittelalterliche Strafe mit einem Kalkofen, die durch eine letzte Schicht eingedeckt ist (vgl. Profile, Abb. 11, 12). 157. Wotschitzky 1954, 37 f. 158. Beck 1957, 264. ' 159. Beck 1957, 265.
        

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